August 24, 2018 / 8:00 AM / in 2 months

Schweizer Börse legt vor Wochenende leicht zu - U-blox bricht ein

Zürich, 24. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag freundlich tendiert. Das Geschäft verlief laut Händlern aber in weitgehend ruhigen Bahnen. Vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming wollten die Anleger keine Risiken eingehen. Sie seien zudem enttäuscht, dass die Gespräche zwischen China und den USA zur Beilegung des Handelsstreits ohne Durchbruch endeten.

Der SMI notierte mit 9064 Punkten um 0,15 Prozent höher. Am Vortag hatte der Leitindex nahezu unverändert geschlossen.

Die Marktteilnehmer erhoffen sich von Powells Rede Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinserhöhungen der US-Zentralbank. Die Fed hat die Zinsen in diesem Jahr bislang zwei Mal erhöht. Händler erwarten für September und Dezember weitere Schritte mit dem Ziel, eine Überhitzung der US-Wirtschaft zu vermeiden.

Die am breiten Markt gehandelten Aktien von U-blox brachen um 15 Prozent ein. Der GPS-Chip-Hersteller hat die Umsatz- und Betriebsgewinn-Prognose für das Gesamtjahr unter anderem wegen einer Abkühlung in China gesenkt. “Der Handelskrieg der USA mit China fordert ein erstes Opfer in der Schweiz”, sagte ein Händler.

Auch bei den Aktien von Bachem und Meier Tobler reagierten die Anleger ungnädig auf enttäuschende Zwischenberichte. Die Bachem-Aktie sackte um fünf Prozent ab. Der Pharmazulieferer hat im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang um sieben Prozent auf 110,9 Millionen Franken verbucht. Der Gewinn stieg auf 16,5 Millionen Franken. Die Firma erwartet in 2018 ein Umsatzwachstum am unteren Ende der langfristigen Prognose von sechs bis zehn Prozent und eine der Umsatzentwicklung entsprechende Zunahme des Betriebsgewinns.

Meier Tobler büssten knapp drei Prozent ein. Das Haustechnik-Unternehmen erwartet nach einem Umsatzrückgang im ersten Semester von vier Prozent einen leicht stärkeren Rückgang in der zweiten Jahreshälfte. Der Verlust stieg im Halbjahr auf 7,3 von 3,1 Millionen Franken. Es bleibe weiterhin das Ziel, die Ausschüttung ab dem Geschäftsjahr 2020 wieder aufzunehmen und schrittweise zu erhöhen, hiess es weiter. Die Firma hatte im Juli den Ausfall der Dividende für 2018 und 2019 angekündigt.

Dagegen kletterten die Aktien von Mobilezone um 4,5 Prozent nach oben. Die Handy-Verkaufskette hat im ersten Halbjahr den Gewinn um 23 Prozent auf 16,8 Millionen Franken gesteigert und die Ebit-Prognose für das ganze 2018 bestätigt.

Bei den mehrheitlich freundlich tendierenden Standardwerten hielten sich die Kursausschläge dagegen in Grenzen. Den stärksten Anstieg verzeichneten die Grossbanktitel Credit Suisse und UBS mit einem Kursplus von 0,8 Prozent. Sie hatten am Donnerstag Terrain eingebüsst.

Auf der Verliererseite setzten sich die Papiere von Swisscom, Swiss Re und Sika an die Spitze, der Kursrückgang belief sich auf bis zu 0,4 Prozent.

Die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch zogen um 0,7 und 0,4 Prozent an.

Die SMI-Schwergewichte Nestle, Novartis und Roche waren nahezu unverändert.

ABB legten um 0,4 Prozent zu. Die Gerüchte, dass der Elektrokonzern die Sparte Stromnetze verkaufen könnte, hätten sich wieder gelegt, hiess es am Markt. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt )

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