August 29, 2018 / 9:33 AM / 25 days ago

Schweizer Börse gibt nach - Anleger bleiben vorsichtig

Zürich, 29. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Mittwoch abgeschwächt. Die Anleger wollen Händlern zufolge abwarten, ob sich Kanada der Vereinbarung zwischen den USA und Mexiko anschliesst, die das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta ersetzen soll. Nach der vorläufigen Einigung mit Mexiko setzt US-Präsident Donald Trump den nördlichen Nachbarn unter Druck. “Eine baldige Einigung würde die Stimmung weiter verbessern”, sagte ein Börsianer. Der SMI sank um 0,3 Prozent auf 9059 Punkte. Am Dienstag hatte der Leitindex 0,2 Prozent nachgegeben.

Die Anleger dürften nach Ansicht von Händlern mit dem Ende der Berichtssaison generell zurückhaltender werden, weil Impulse von Unternehmensseite fehlten. Auch die Entwicklung in Italien und die festgefahrenen Brexit-Verhandlungen dämpfen die Kaufbereitschaft.

Bei den Standardwerten hielten sich Kursgewinner und -verlierer die Waage. Gewinnmitnahmen nach dem kräftigen Vortagesplus drückten die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch 1,1 beziehungsweise 1,8 Prozent ins Minus.

Die Aktien von Novartis sanken um 0,6 Prozent. Die Augenheil-Tochter Alcon nimmt wegen Sicherheitsbedenken weltweit ein zur Behandlung von grünem Star eingesetztes Implantat vom Markt. Die Börsenpläne für Alcon seien vom Rückruf nicht betroffen, sagte Novartis-Sprecher. Weil Novartis das Produkt nun schnell vom Markt nehme, sinke die Gefahr von Klagen, sagte Michael Nawrath, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank.

Die Roche-Anteile verloren 0,4 Prozent. Das dritte SMI-Schwergewicht Nestle gewann leicht an Wert.

Die Aktien der Banken Credit Suisse, Julius Bär und UBS schwächten sich etwas ab.

An die Spitze der SMI-Gewinner setzte sich Givaudan. Die Aktien des Riechstoff- und Aromen-Herstellers stiegen um 1,1 Prozent auf 2370 Franken. Morgan Stanley hat die Analyse mit der Empfehlung “Overweight” und einem Kursziel von 2600 Franken auf. Givaudan gab zudem eine Partnerschaft mit der mit indischen Firma Synthite bekannt.

Am breiten Markt stachen die Aktien von Emmi mit einem Minus von 5,4 Prozent heraus. Der Milchverarbeiter steigerte den bereinigten Reingewinn im ersten Halbjahr zwar um 9,2 Prozent auf 72,1 Millionen Franken gesteigert, verfehlte allerdings die Markterwartungen.

Die Sonova-Titel büssten 2,6 Prozent auf 177,50 Franken ein. Tobias Rihs, der Sohn des kürzlich verstorbenen Firmengründers, verkaufte Händlern zufolge 1,78 Millionen Aktien über den Markt.

Gefragt waren die Anteile der Basler Kantonalbank mit einem Plus von 3,5 Prozent. Die Bank kann den US-Steuerstreit mit der Zahlung von 60,4 Millionen Dollar beilegen.

Die Aktien der Jungfraubahn Holding zogen 3,5 Prozent an. Der Bergbahnbetreiber steigerte im ersten Halbjahr den Gewinn um 18,5 Prozent auf 20,1 Millionen Franken. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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