August 30, 2018 / 7:40 AM / in 3 months

Schweizer Börse gibt nach - Anleger bleiben vorsichtig

Zürich, 30. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag auf breiter Front nachgegeben. Der SMI notierte mit 9041 Punkten um 0,5 Prozent tiefer. Am Mittwoch hatte der Leitindex unverändert geschlossen. Die Anleger blieben in Deckung, weil sie abwarten wollten, ob sich Kanada dem Vertrag zwischen den USA und Mexiko, der das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta ersetzen soll, anschliessen werde.

Kursbewegende Impulse erhoffen sich die Marktteilnehmer zudem von zahlreichen Konjunkturdaten. Dazu zählen die deutschen Inflationszahlen sowie das Barometer für das europäische Wirtschaftsklima. In den USA stehen die Konsumausgaben und die wöchentlichen Erstanträge zur Arbeitslosenunterstützung auf dem Programm.

Gemäss dem Konjunkturbarometer der KOF/ETH haben sich die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft im August etwas eingetrübt. Der Wert sank gegenüber dem revidierten Vormonatswert um 1,4 Zähler auf 100,3 Punkte. Damit verstetigten sich die Hinweise, dass sich die Hochphase des gesamten vorherigen Jahres vorerst nicht fortsetze, erklärten die KOF-Ökonomen.

Sämtliche Standardwerte lagen im Minus. Den stärksten Abschlag verbuchten die Aktien des Vermögensverwalters Julius Bär mit minus 1,2 Prozent. Die Grossbanken Credit Suisse und UBS fielen um 0,7 und 0,5 Prozent.

Erneut unter Druck standen die Titel von Swatch mit einem Kursminus von 0,9 Prozent. Der Uhrenwert war am Vortag um 1,7 Prozent gesunken. Der Anteil von Konkurrent Richemont ermässigte sich um 0,2 Prozent.

Die Aktien von Givaudan büssten ein Prozent ein. Händler hofften, dass positive Impulse aus dem Investorentag, den der Duftstoffhersteller am Donnerstag in Zürich abhält, dem Kurs Auftrieb geben könnten.

Die als konjunkturstabil geltenden Pharmatitel Novartis und Roche verloren ein halbes Prozent und Nestle, ein weiteres Marktschwergewicht, verlor 0,6 Prozent an Wert.

Am breiten Markt stachen die Aktien der GAM Holding mit einem Kurseinbruch um 5,4 Prozent auf 7,735 Franken hervor. Laut Händlerangaben drückte die Kurszielsenkung durch die Credit Suisse auf sieben von 14,20 Franken den Kurs auf den tiefsten Stand seit mehr als neun Jahren.

Die Papiere von Meyer Burger sackten um 1,5 Prozent ab. Bei dem Zulieferer für die Solarindustrie löst Manfred Häner per 1. Oktober Michel Hirschi als Finanzchef ab.

VAT Group sanken um 2,4 Prozent. UBS hat die Empfehlung für die Technologieaktie auf Neutral von Buy gestutzt. Eine Kaufempfehlung der UBS hob dagegen die Aktien von Inficon um mehr als vier Prozent an. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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