August 31, 2018 / 7:38 AM / in 3 months

Schweizer Börse startet tiefer - Sonova zieht an

Zürich, 31. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Freitag mit tieferen Kurse gestartet. Angesichts der anhaltenden Krisensorgen bauten die Anleger zum Monatsende Positionen ab, sagten Händler. “Die Krise geht weiter, darum reduzieren die Anleger Risiken”, sagte ein Börsianer.

Der SMI sank um 0,7 Prozent auf 8975 Zähler. Am Donnerstag war der Leitindex um ein halbes Prozent gefallen.

Nach wie vor haben die Marktteilnehmer den Handelsstreit der USA mit China im Blick. Einem Bericht von Bloomberg zufolge will US-Präsident Donald Trump seine Zollpläne gegenüber China umsetzen und die bereits vorgesehenen Abgaben nächste Woche in Kraft setzen lassen.

Ausserdem fürchteten sie, die Währungskrisen in Argentinien und in der Türkei könnte sich auf weitere Länder ausbreiten. In Argentinien konnte selbst eine Not-Zinserhöhung der Zentralbank die Talfahrt der Währung nicht stoppen. Einen Lichtblick sahen Händler im Handelsstreit mit Kanada. Mit dem nördlichen Nachbarn wollen die USA ihre Meinungsverschiedenheiten in Handelsfragen im Tagesverlauf lösen und sich auf einen Ersatz für das Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta einigen. Am Montag hatten sich die USA mit dem dritten Nafta-Partner Mexiko vorläufig verständigt.

Die Aktien von Sonova legten drei Prozent zu. Der Hörgerätehersteller will eigene Aktien im Umfang von bis zu 1,5 Milliarden Franken zurückkaufen und diese dann vernichten. Dies entspricht rund 13 Prozent der Kapitalisierung.

Sämtliche Standardwerte gaben nach. Die Aktien von Swatch setzten die Talfahrt fort und verloren weitere 3,8 Prozent auf 411,60 Franken. Am Donnerstag war der Kurs um knapp zwei Prozent gesunken. UBS hat die Empfehlung auf “Neutral” von “Buy” gestutzt und da Kursziel auf 450 von 535 Franken gesenkt.

Ebenfalls unter einer Rückstufung litten die Anteile von LafargeHolcim und Logitech. LafargeHolcim sackten um 2,4 Prozent ab, nachdem Bank of America Merrill Lynch das Rating auf “Underperform” von Neutral gesenkt hatte. Kepler Cheuvreux senkte das Rating für Logitech-Aktien auf “Hold” von Buy”.

Die als wenig konjunktursensitiv geltenden Pharmawerte Novartis und Roche sowie der Lebensmitteltitel Nestle schlugen sich mit Einbussen von bis zu einem halben Prozent besser als der Markt.

Die Übernahmewelle im Kaffee-Geschäft, in dem Nestle ebenfalls wachsen will, hält an. Der US-Getränkekonzern Coca Cola kauft von der britischen Restaurant- und Hotelkette Whitbread die Kaffeehauskette Costa für 3,9 Milliarden Pfund. Whitbread hatte die Kaffeehauskette 1995 für 19 Millionen Pfund übernommen.

Die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS verloren 1,2 und 1,4 Prozent. Die Assekuranzwerte schwächten sich um gut ein halbes Prozent ab. Aktien zyklischer Firmen verloren gegen ein Prozent.

Weiter unter Druck standen die Aktien der GAM Holding. Macquarie stufte den Assetmanager auf “Neutral” von “Outperform” zurück. Das Kursziel betrage 8,65 Franken.

Die Aktien der kleineren Unternehmen, die ihre Bücher öffneten, reagierten wenig auf die Ergebnisse. Die Aktien von IVF Hartmann waren unverändert. Der Verbandstoffhersteller hat wegen des starken Frankens einen Gewinneinbruch um fast ein Fünftel verzeichnet. (Reporter: Rupert Pretterklieber Redigiert von Oliver Hirt)

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