September 4, 2018 / 7:49 AM / 2 months ago

Schweizer Börse startet fester - MCH Group unter Druck

Zürich, 04. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag angeführt von Aktien zyklischer Firmen und Finanzwerten zugelegt. Händler sprachen von einer technischen Gegenbewegung zu den jüngsten Verlusten. Die Erholung stehe aber auf tönernen Füssen. Richtungsweisende Vorgaben fehlten, da die US-Börsen am Montag wegen des Labor Day-Feiertags am Montag geschlossen waren und sich die Kurse in Asien nur wenig bewegt hatten. Zudem dämpfe der Handelsstreit zwischen den USA und China beziehungsweise Europa die Kauflust weiterhin. “Die Anleger werden vorsichtig bleiben”, sagte ein Börsianer.

Der SMI stieg um 0,4 Prozent auf 9038 Zähler. Am Montag hatte der Leitindex leicht höher geschlossen, nachdem er im August insgesamt 2,2 Prozent eingebüsst hatte.

Unter Abgabedruck standen die Aktien der MCH Group mit einem Kursabschlag von 4,4 Prozent. Der Messebertreiber rechnet nach einem Gewinnrückgang um 17 Prozent im ersten Halbjahr mit einem Jahresverlust. Abschreibungen für das Messegebäude in Basel könnten zu einem Jahresverlust in dreistelliger Millionenhöhe führen.

Die Standardwerte zogen überwiegend an. An die Spitze setzte sich ABB mit einem Kursplus von 1,6 Prozent auf 23,27 Franken. Citigroup hat die Empfehlung für den Elektrotechnikkonzern auf “Buy” von “Neutral” angehoben. Das Kursziel lautet auf 28 Franken.

Die Anteile der Luxusgüter-Hersteller Richemont und Swatch stiegen um 0,6 beziehungsweise 0,2 Prozent. Der Sektor hatte am Montag deutlich nachgegeben.

Die Aktien der Banken Credit Suisse und Julius Bär rückten gegen ein Prozent vor. Die UBS-Titel waren um 0,4 Prozent höher. Bei den Versicherung gewannen Swiss Re und Zurich leicht an Wert. Die Helvetia-Anteile waren um 0,3 Prozent fester. Der Versicherer steigerte den Gewinn im ersten Halbjahr um 6,6 Prozent auf 223,9 Millionen Franken und sieht sich auf Kurs zu den 2020 angepeilten Geschäftszielen.

Zu den Verlierern zählten die Aktien des Telekomkonzerns Swisscom, des Lebensmittelkonzerns Nestle und des Zementproduzenten LafargeHolcim. Die Einbussen lagen aber deutlich unter einem halben Prozent. Die als krisensicher geltenden Pharmaschwergewichte Roche und Novartis notierten auf dem Vortagesniveau.

Am breiten Markt schnellten die Addex-Aktien 6,7 Prozent hoch. . Die Pharmafirma hat frühe Studienergebnisse zu einem Wirkstoff zur Behandlung von Panik- und posttraumatischen Störungen veröffentlicht.

Die Titel von Santhera sackten sieben Prozent ab. Die Barmittel des Arzneimittelherstellers haben sich im ersten Halbjahr auf 34,8 Millionen Franken fast halbiert.

Die Aktien von Lindt & Sprüngli sanken um zwei Prozent. UBS hat die Empfehlung für den Schokoladehersteller auf “Sell” von “Neutral” gesenkt. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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