September 19, 2018 / 9:01 AM / 2 months ago

Schweizer Börse startet höher - Sulzer im Fokus

Zürich, 19. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch ungeachtet des eskalierenden Handelsstreits der USA mit China fester tendiert. Die Schweiz habe sich den positiven Vorgaben aus den USA, wo die Kurse am Vorabend nach Börsenschluss in Europa noch zugelegt hatten, und aus Fernost angeschlossen, sagten Händler. Die Anleger seien erleichtert, dass das Ausmass der neuen wechselseitigen Sonderabgaben auf Importe vorerst niedriger ausfalle als befürchtet, sagte ein Börsianer. Damit würden die Türen nicht ganz geschlossen, sagte ein Händler.

Der SMI stieg um 0,3 Prozent auf 8940 Zähler. Am Mittwoch war der Leitindex um 0,2 Prozent gesunken.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien von Sulzer. Die Aktie büsste 4,7 Prozent auf 116 Franken ein. Der Anlagenbauer hat die fünf Millionen Aktien aus dem Eigenbestand bei Investoren zu einem Preis von 112 Franken pro Titel platziert. Der Konzern hatte die Aktien im April von Grossaktionär Viktor Vekselberg für 109,13 Franken pro Aktie erworben. Entsprechend resultiere ein Gewinn von rund 15 Millionen Franken, der das Eigenkapital von Sulzer stärke. Der Verkauf der Aktien bedeute eine Entlastung, da die erwartete Platzierung nun gemacht sei, kommentierte Armin Rechberger von der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Ebenfalls deutlich tiefer notierten die Anteile von Adecco. Das sich eintrübende konjunkturelle Umfeld dämpfte bei dem Personalvermittler das Wachstum im dritten Quartal. In den Monaten Juli und August habe das organische und arbeitstagbereinigte Wachstum auf noch 2,0 Prozent nachgelassen und sich im September im Vergleich zu den beiden Vormonaten noch verlangsamt, teilte der Konzern anlässlich einer Investorenveranstaltung mit. Im zweiten Quartal war Adecco mit vier Prozent gewachsen nach sechs Prozent im Vorquartal.

Deutliche Gewinne verbuchten bei den Standardwerten die Aktien der Banken: Credit Suisse und UBS gewannen gut ein und Julius Bär knapp ein Prozent. Händler sprachen von einer technischen Erholung nach den jüngsten Einbussen, die durch den Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 3,06 Prozent begünstigt werde. “Steigende Renditen versprechen aussichtsreichere Geschäfte”, sagte ein Händler.

Bei den Aktien zyklischer Firmen schwächten sich die Titel des Luxusgüterherstellers Richemont, die mit einem Dividendenabschlag gehandelt wurden, um 2,6 Prozent ab. Rivale Swatch sank um 0,3 Prozent.

Die Papiere des Elektrotechnikkonzerns ABB und des Zementherstellers LafargeHolcim gewannen rund ein Prozent.

Die Titel von Clariant setzten den Aufwärtstrend um 1,3 Prozent fort. Am Dienstag war der Kurs um 7,9 Prozent gestiegen, nachdem der Chemiekonzern über einen Konzernumbau und Führungswechsel informiert hatte.

Wenig gefragt waren die Anteile des als wenig konjunkturabhängig geltenden Schwergewichts Nestle, die um 0,1 Prozent sanken. Der Lebensmittelriese gehört Insidern zufolge zu den Interessenten für die indische Malzgetränke-Sparte des britische Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK). Die Horlicks-Sparte - es handelt sich um ein sehr populäres cremiges Malzgetränk in Indien, das mit Milch zubereitet wird - wird mit über vier Milliarden Dollar bewertet.

Der Pharmatitel Roche stieg um 0,1 Prozent und Konkurrent Novartis um 0,3 Prozent. Die Anteile des Pharmazulieferers Lonza legten 2,6 Prozent auf 326,20 Franken zu. Die Deutsche Bank hat die Abdeckung mit der Empfehlung “Buy” und dem Kursziel 375 Franken aufgenommen. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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