September 21, 2018 / 7:56 AM / a month ago

Schweizer Börse startet am Verfalltag fester - Banken gesucht

Zürich, 21. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag mit Rückenwind aus dem Ausland fester tendiert. Neue Höchstkurse an der der Wall Street ermunterten auch in Fernost und in Europa die Anleger zu Käufen, sagten Händler. Sie hofften, dass sich der Handelsstreit zwischen den USA und China tatsächlich bald entspanne. Der SMI stieg um 0,5 Prozent auf 9050 Punkte. Am Vortag hat der Leitindex um 0,7 Prozent höher geschlossen.

Zusätzlich gab es laut Händlern Unterstützung vom grossen Quartalsverfall an der Eurex. Beim sogenannten Hexensabbat laufen Optionen und Futures auf Indizes und Einzelaktien aus. Dabei kommt es oft zu heftigen Kursausschlägen, weil Investoren die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen.

Die Finanzwerte setzten ihren Aufwärtstrend fort. Die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS führten mit einem Kursplus von mehr als einem Prozent die Rangliste bei den Bluechips an. Höhere Anleihenrenditen versprächen auch mehr Gewinn, hiess es am Markt. “Und der Trend dürfte anhalten und sich auch auf die europäischen Obligationenmärkte auswirken”, sagte ein Händler.

Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen ist bis auf 3,08 Prozent gestiegen und hat nach Ansicht von Händlern die charttechnische Widerstandszone um drei Prozent nach oben durchbrochen. Kommenden Mittwoch wird die US-Notenbank Fed nach Meinung der meisten Ökonomen den Leitzins ein weiteres Mal um 25 Basispunkte erhöhen.

Gefragt waren aber auch zyklische Werte: Die Titel des Zementherstellers LafargeHolcim, des Elektrokonzerns ABB und der Luxusgüterproduzenten Richemont und Swatch wurden um ein halbes Prozent höher gehandelt.

Gegen den allgemein positiven Trend gaben die Aktien von Adecco um weitere 0,3 Prozent nach. Die Aktie des Personaldienstleisters hat seit dem Investorentag am vergangenen Mittwoch deutlich an Kurswert eingebüsst.

Rund ein Prozent gewannen die Aktien des Pharmakonzerns Roche. Die Titel des Rivalen Novartis waren ein Viertelprozent teurer.

Die Anteile von Nestle, einem weiteren Schwergewicht, legten um 0,3 Prozent zu. Der Nahrungsmittelkonzern will sich von der Hautpflege-Sparte trennen, deren Buchwert laut Angaben der ZKB rund 7,6 Milliarden Franken beträgt.

Am breiten Markt legten die Aktien von Asmallworld 4,5 Prozent zu. Das soziale Netzwerk ist eine Partnerschaft mit Jumeirah Hotels & Resorts eingegangen. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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