September 25, 2018 / 8:17 AM / a month ago

Schweizer Börse überwindet Negativ-Trend

Zürich, 25. Sep (Reuters) - Angetrieben von den Pharmawerten hat die Schweizer Börse am Dienstag Boden gutgemacht. Händler erklärten, die Anleger hätten nach den Abgaben in den beiden vorangehenden Handelstagen das ermässigte Kursniveau als Einstiegsgelegenheit genutzt. Der SMI rückte um 0,5 Prozent auf 8987 Punkte vor. Am Vortag hatte der Standardwerteindex 0,6 Prozent verloren.

Dennoch seien viele Investoren angesichts der Unsicherheit über der weiteren Entwicklung des Handelsstreits zwischen den USA und China weiter vorsichtig, sagten Händler. China macht neue Gespräche zur Lösung des Handelsstreits vom Verhalten der US-Regierung abhängig. Es sei schwierig, die Gespräche fortzusetzen, wenn die Vereinigten Staaten China ein Messer an den Hals hielten, sagte Vize-Handelsminister Wang. Wann die Gespräche wieder aufgenommen werden könnten, hänge vom Willen der USA ab. Auch der Anstieg des Ölpreises auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren wecke Bedenken bezüglich des weltweiten Wirtschaftswachstums, hiess es am Markt.

Bei den 20 SMI-Werten standen 15 Kurgewinnern fünf Verlierer gegenüber. Ganz oben auf den Kauflisten der Anleger standen Novartis mit einem Plus von 1,1 Prozent. Der Pharmakonzern will in der Schweiz und in Grossbritannien insgesamt rund 2500 Stellen streichen, um die operativen Margen zu verbessern. Die Titel des Konkurrenten Roche konnten mit einem Anstieg von 0,5 Prozent mit Novartis nicht ganz Schritt halten. Die von Roche vorgelegten Studiendaten zu zwei Wirkstoffen gegen Lungenkrebs fielen im einem Fall sehr, im anderen Fall weniger überzeugend aus, erklärten die Analysten der Bank Vontobel.

Die Lonza-Anteile legten ein Prozent zu. Der Pharmazulieferer hat anlässlich des Kapitalmarkt-Tages den mittelfristigen Ausblick bestätigt. Lonza peilt bis 2022 unter anderem ein Umsatzwachstum auf 7,5 Milliarden Franken an. Auch über 2022 hinaus sei der Ausblick positiv.

Ebenfalls gesucht waren Finanzwerte. Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS stiegen um 0,7 Prozent. Die Versicherer Zurich, Swiss Life und Swiss Re wurden jeweils rund ein halbes Prozent höher bewertet.

Gegen den Branchentrend verloren die Aktien der Privatbank Julius Bär 9,7 Prozent. Ebenfalls verkauft wurden konjunkturabhängige Titel wie Richemont oder ABB.

Bei den Nebenwerten sanken Autoneum um 2,6 Prozent. Am Vortag hatten zwei Broker die Einschätzungen für den Automobilzulieferer zurückgeschraubt. GAM Holding verlor zwei Prozent an Wert. Die interne Untersuchung des Asset Managers gegen einen inzwischen suspendierten Fondsmanager wurde von einem internen Whistleblower ausgelöst.

Auf der Gewinnerseite zu finden war dagegen Asmallworld. Das soziale Netzwerk übernimmt die Luxusreise-Community First Class & More International. Asmallworld bezahlt vorerst 10,5 Millionen Euro sowie 820.000 bestehende Aktien. Der Gesamterwerbspreis könne bis 2022 um bis zu sieben Millionen Euro steigen, sofern bestimmte operative Ziele erreicht würden. (Reporter: Oliver Hirt; redigiert von Paul Arnold)

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