October 1, 2018 / 8:25 AM / in 3 months

Schweizer Börse macht zum Quartalsstart keine grossen Sprünge

Zürich, 01. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse ist verhalten ins Schlussquartal gestartet. Der Leitindex SMI notierte am Montag nach gut einer Stunde bei 9089 Punkten und damit praktisch auf dem Niveau vom Freitag. Zum Wochenschluss hatte das Bluechip-Barometer angesichts der Sorge der Anleger um eine weiter steigende Verschuldung Italiens 0,3 Prozent verloren.

Für eine positive Note sorgte die Einigung der USA und Kanadas in letzter Minute auf Rahmenbedingungen zur Rettung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta). US-Präsident Trump habe der Vereinbarung zugestimmt, verlautete aus den USA. Doch wegen der Situation in Italien blieben die Anleger vorsichtig. Die italienischen Regierungsparteien hatten vergangene Woche ein Haushaltsdefizit von 2,4 Prozent für 2019 angekündigt - das ist dreimal so viel wie die Vorgängerregierung geplant hatte. “Italien als Stimmungskiller”, erklärten die Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB). “Es ist davon auszugehen, dass die Volatilität an den europäischen Märkten deshalb hoch bleiben wird.”

Auch Großbritanniens geplanter Austritt aus der EU dürfte ein Thema bleiben und die Kaufbereitschaft bremsen. Zum Auftakt des viertägigen Parteitags der britischen Konservativen rief Parteichefin und Premierministerin Theresa May zur Geschlossenheit beim Brexit-Kurs auf.

Die Standardwerte rückten mehrheitlich vor. Die Kursänderungen blieben aber meist unter einem halben Prozent. An die Spitze setzten sich die Lonza-Aktien mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 338,50 Franken. Der Pharmazulieferer hatte sich bei einer Investorenveranstaltung in der Vorwoche optimistische gezeigt und steht seither in der Gunst der Anleger. Die Analysten der Bank Julius Bär erhöhte das Kursziel auf 360 von 325 Franken. Die Empfehlung lautet “Buy”.

Von den SMI-Schwergewichten gewann Novartis 0,2 Prozent an Wert, während die Titel von Nestle und Roche 0,2 beziehungsweise 0,4 Prozent nachgaben.

Bei den Banken griffen die Anleger zu Julius Bär; die Aktien der Privatbank zogen 0,6 Prozent an. Die Anteile der Credit Suisse und der UBS waren 0,1 beziehungsweise 0,3 Prozent tiefer. Versicherungstitel waren auf der Gewinnerseite zu finden.

Keinen Trend gab es bei konjunkturzyklischen Titeln: Gefragt waren die Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch, die Sanitärtechnikfirma Geberit und das Bauchemieunternehmen Sika. Dagegen trennten sich die Anleger von den Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB, des Personaldienstleisters Adecco und des Zementproduzenten LafargeHolcim.

Am breiten Markt schossen die Anteile von Aryzta um ein Viertel hoch, obwohl der Backwarenhersteller wegen Abschreibungen erneut einen tiefroten Jahresabschluss vorlegte. Die hoch verschuldete irisch-schweizerische Firma schloss das Geschäftsjahr 2017/18 mit einem Verlust von 470 Millionen Euro ab. Im laufenden Geschäftsjahr peile das Unternehmen ein Wachstum des operatives Ergebnisses (Ebitda) um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentbetrag an. Das Unternehmen peile damit rund 314 bis 329 Millionen Euro Ebitda an, was über den Konsensschätzungen liege, erklärten die Analysten der ZKB. (Reporter: Paul Arnold; redigiert von Oliver Hirt)

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below