October 9, 2018 / 8:24 AM / 2 months ago

Schweizer Börse kommt nicht vom Fleck - Givaudan fällt

Zürich, 09. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag wenig verändert tendiert. Die Anleger trauten sich nicht aus der Deckung, erklärten Händler. “Die Hoffnung auf eine Erholung nach den jüngsten Kurseinbussen hat sich nicht erfüllt”, sagte ein Händler. Die Anleger trauten sich nicht aus der Deckung. Der SMI notierte mit 8963 Zählern unverändert gegenüber dem Vortag.

“Weder der Handelskonflikt der USA mit China noch der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU ist gelöst”, sagte ein Händler. Dazu kämen Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen aggressiver als erwartet anheben könnte, sowie die Senkung der Wachstumsprognose für die globale Wirtschaft durch den IWF. “Bei dieser Gemengelage ist es kein Wunder, dass die Anleger vorsichtig bleiben.”

Gewinner und Verlierer hielten sich bei den Standardwerten die Waage. Unter Abgaben litten die Aktien von Givaudan, die trotz besser als erwarteter Umsatzzahlen 1,2 Prozent nachgaben. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Der Aromen- und Duftstoffhersteller steigerte im dritten Quartal den Umsatz überraschend kräftig um 9,8 Prozent auf 1,399 Milliarden Franken. Givaudan habe das Wachstumstempo trotz einer anspruchsvollen Vergleichsbasis halten können, kommentierte Daniel Bürki von der Zürcher Kantonalbank (ZKB), der die Aktie zum Kauf empfiehlt.

Die Aktien anderer als defensiv beurteilter Firmen schwächten sich leicht ab. Bei den Pharmatiteln waren Novartis um 0,4 Prozent tiefer und Roche ermässigten sich um 0,2 Prozent. Der Lebensmittelriese Nestle sank um 0,1 Prozent.

Wenig verändert waren die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS. Julius Bär dagegen büssten 1,6 Prozent ein. RBC stufte die Empfehlung auf “Sector perform” von “Outperform” herab.

Etwas fester tendierten die Assekuranztitel: Swiss Life und Zurich stiegen um 0,7 Prozent.

Die Aktien zyklischer Firmen verbuchten mehrheitlich Kursgewinne. Der Elektrokonzern ABB, der Zementriesen LafargeHolcim und die Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch zogen an.

Am breiten Markt schwächten sich die Anteile von Sonova um 0,8 Prozent ab. Der Hörgerätehersteller hatte am Vortag massiv an Wert eingebüsst, nachdem die amerikanische Bose die US-Marktzulassung für ein Hörgerät bekommen hat, das der Nutzer selbst anpassen kann. Die Nachricht setzte neben Sonova auch die Aktien anderer etablierter Anbieter wie etwa William Demant und GN Store Nord aus Dänemark unter Druck. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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