October 18, 2018 / 6:42 AM / a month ago

Schweizer Börse wenig verändert erwartet - Ergebnisse im Fokus

Zürich, 18. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse dürfte am Donnerstag mit wenig veränderten Kursen starten. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich mit 8760 Punkt um 0,1 Prozent höher. Der SMI-Future stieg um 0,3 Prozent auf 8745 Zählern. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,5 Prozent eingebüsst.

Die Anleger dürften sich kaum zu weit aus der Deckung trauen. Nach wie vor dämpfen die Sorgen um Italiens Staatsfinanzen und die Ungewissheit über den Brexit die Stimmung. Am Mittwochabend gingen die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden 27 EU-Länder sowie Grossbritanniens wie erwartet ohne Einigung zum britischen EU-Austritt Ende März 2019 auseinander.

Für Diskussionsstoff dürfte zudem die Zinspolitik der US-Notenbank (Fed) sorgen. Wie aus dem Protokoll der geldpolitischen Sitzung im September hervorgeht, sprachen sich alle Währungshüter für eine Anhebung der Leitzinsen aus. Die Geschlossenheit könnte Erwartungen an den Finanzmärkten nähren, dass der nächste Zinsschritt nach oben bereits im Dezember bevorsteht. Die Analysten der Credit Suisse gehen weiter von drei Zinsschritten bis im Juni 2019 aus.

Im Mittelpunkt stehen dürften Firmen, die Zwischenberichte vorlegten. Die Aktien von Nestle wurden vorbörslich um 0,9 Prozent tiefer indiziert, obwohl der Lebensmittelkonzern in den ersten neun Monaten etwas wuchs. Das um Sondereffekte bereinigte organische Wachstum lag bei 2,8 Prozent und entsprach damit den Erwartungen von Analysten. In absoluten Zahlen stieg der Umsatz um zwei Prozent auf 66,4 Milliarden Franken.

Die Aktien von Novartis wurden um 1,1 höher angeschrieben. Der Pharmakonzern traut sich nach drei Quartalen mehr Umsatzwachstum zu und soll 2018 unter Ausschluss von Wechselkurseffekten um einen mittleren Prozentbetrag steigen. Bislang war ein niedriger bis mittlerer Anstieg in Aussicht gestellt worden. An der Gewinnprognose hält Novartis fest. Das Krebsgeschäft wird mit einem Zukauf verstärkt.

Die Anteile von Swiss Re wurden um 1,4 Prozent tiefer indiziert. Der Rückversicherer schätzt die Schadenbelastung aus Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Schäden im dritten Quartal auf rund 1,4 Milliarden Dollar. In den ersten neun Monaten liegen die Schäden im Bereich der Erwartungen des Unternehmens. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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