October 18, 2018 / 8:37 AM / a month ago

Gute Ergebnisse geben Schweizer Börse Schub - Novartis zieht

Zürich, 18. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag fester tendiert. Angeschoben wurde der Markt von guten Quartalsbilanzen einiger SMI-Schwergewichte. Der SMI stieg um 0,9 Prozent auf 8830 Punkte. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,5 Prozent eingebüsst.

Trotz der anhaltenden Sorgen um Italiens Staatsfinanzen und der Ungewissheit über den Brexit griffen die Anleger laut Händlern nach den Aktien der Firmen, die die Erwartungen übertroffen hätten.

Für Diskussionsstoff sorgte zudem die Zinspolitik der US-Notenbank (Fed). Wie aus dem Protokoll der geldpolitischen Sitzung im September hervorgeht, sprachen sich alle Währungshüter für eine Anhebung der Leitzinsen aus. Die Analysten der Credit Suisse gehen von drei weiteren Zinsschritten bis im Juni 2019 aus.

Stützen des Marktes waren die Pharmawerte. Die Aktien von Novartis stiegen um 1,5 Prozent. Der Pharmakonzern hat nach drei Quartalen die Prognose für das Umsatzwachstum (unter Ausschluss von Wechselkurseffekten) auf einen mittleren Prozentbetrag angehoben. Bislang war ein niedriger bis mittlerer Anstieg in Aussicht gestellt worden. An der Gewinnprognose hält Novartis fest. Das Krebsgeschäft wird mit einem Zukauf verstärkt. Mit dem Kerngewinn habe Novartis die Markterwartungen übertroffen, hiess es am Markt.

Die Anteile von Rivale Roche stiegen um 1,9 Prozent und machten damit den Vortagesverlust wett. Roche waren am Mittwoch nach Vorlage des Zwischenberichts unter Druck geraten.

Die Aktien von Nestle stiegen um 0,6 Prozent. Der Lebensmittelkonzern wuchs in den ersten neun Monaten um Sondereffekte bereinigt um 2,8 Prozent. Dies entsprach den Erwartungen von Analysten. In absoluten Zahlen stieg der Umsatz um zwei Prozent auf 66,4 Milliarden Franken.

Gefragt waren zudem die Aktien von Swiss Re mit plus 1,5 Prozent. Der Rückversicherer schätzt die Schadenbelastung aus Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Schäden im dritten Quartal auf rund 1,4 Milliarden Dollar. In den ersten neun Monaten liegen die Schäden im Bereich der Erwartungen des Unternehmens. Die Anleger reagierten erleichtert, dass die Dividendenqualität nicht gefährdet sei. “Die Grossschäden im dritten Quartal stellen vor allem ein Gewinnereignis dar”, erklärte Georg Marti, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank. “Die Bilanzstärke und die Dividendenfähigkeit wird dadurch nicht beeinträchtigt.”

Die Aktien anderer Versicherer gewannen weniger als ein Prozent. Die Bankanteile waren ebenfalls höher. Credit Suisse und UBS stiegen um 0,9 beziehungsweise um 0,5 Prozent.

Bei den mehrheitlich fester tendierenden Aktien zyklischer Firmen stachen die Titel von LafargeHolcim mit einem Minus von 3,8 Prozent heraus. Die Anleger trennten sich von den Aktien des Zementkonzerns, nachdem Konkurrent HeidelbergCement eine Gewinnwarnung ausgesprochen hat.

Die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch sackten um ein Prozent ab. Die Uhrenexporte fielen im September schlechter als erwartet aus.

Am breiten Markt stiegen die Anteile von Temenos um fünf Prozent. Der Bankensoftware-Hersteller hat die Prognosen angehoben. Dagegen stürzte Autoneum um fast sechs Prozent ab. Der Autozulieferer hat die Margenprognose gesenkt. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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