December 17, 2018 / 9:01 AM / a month ago

Schweizer Börse bleibt im Rückwärtsgang - ABB im Plus

Zürich, 17. Dez (Reuters) - An der Schweizer Börse hat sich am Montag noch keine vorweihnachtliche Ruhe eingestellt: Die Unklarheit über den geplanten Brexit trieb die Anleger weiter um, sagten Händler. Zudem wollten sie sich vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve im Verlauf der Woche nicht weit aus der Deckung wagen. Der Leitindex SMI sackte 0,3 Prozent ab auf 8690 Punkte. Auch am Freitag hatte er an Boden verloren.

“Typischerweise sind die letzten Wochen des Jahres nicht die spannendsten für die Märkte - aber mit dem anhaltenden Gepolter um den Brexit und den Treffen der Fed und der Bank of England dürften wir noch nicht in den Feiertagsmodus eintauchen”, erklärte Oanda-Analyst Craig Erlam. Angesichts der eher dünnen Liquidität könne das zu “interessanten Kursbewegungen” führen.

Für die Zinsentscheidung in den USA am Mittwoch gehen die Analysten der Credit Suisse von einer weiteren Erhöhung um 25 Basispunkte aus. Wegen der zuletzt schwächeren Wirtschaftsentwicklung erwarten sie jedoch moderate Änderungen bei den Konjunkturprognosen.

Bei den Unternehmen standen die Aktien von ABB im Mittelpunkt: Der Elektrotechnikkonzern stösst seine zweitgrösste Sparte ab und verkauft das Stromnetz-Geschäft an den japanischen Rivalen Hitachi. Für den 80-Prozent-Anteil erhält ABB rund 9,1 Milliarden Dollar. Zudem hat das Zürcher Unternehmen eine Option, die restlichen Anteile innerhalb von drei Jahren nach Abschluss der Transaktion ebenfalls zu veräußern. Den Erlös aus dem Deal will ABB an die Aktionäre ausschütten. An der Börse kamen die Pläne zunächst gut an und die Aktie legte über zwei Prozent zu. Im Handelsverlauf grenzte sie ihre Gewinne jedoch auf ein Plus von 0,3 Prozent ein. Die Analysten von Vontobel werteten die Abspaltungspläne positiv - auch weil ein Aktienrückkauf aus den Verkaufserlösen den Kurs stützen dürfte.

Knapp in die Gewinnzone schafften es auch die Aktien der Sanitärtechnikfirma Geberit und die Titel von Swisscom. Zu den Verlierern zählten die Luxusgüterwerte Swatch und Richemont, die knapp zwei und 0,5 Prozent nachgaben. Morgan Stanley hat die Anlageempfehlungen für beide Papiere gesenkt.

Auch Bankaktien standen zu Wochenbeginn unter Druck. UBS und Credit Suisse büssten jeweils knapp ein Prozent ein.

Die weniger konjunkturempfindlichen Pharmawerte Roche und Novartis sackten rund 0,4 Prozent ab. Roche bekommt bei seinem Brustkrebsmittel Herceptin Konkurrenz: Die US-Behörde FDA ließ ein Biosimilar des südkoreanischen Konzerns Celltrion zu. Mit dem Lebensmittelriesen Nestle gab ein drittes Indexschwergewicht 0,2 Prozent nach. (Reporter: Angelika Gruber redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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