December 18, 2018 / 9:33 AM / a month ago

Konjunktursorgen treiben Schweizer Börse weiter ins Minus

Zürich, 18. Dez (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag die vierte Sitzung in Folge Boden verloren. Händler erklärten, Konjunktursorgen drückten weiter auf die Stimmung der Anleger. Der SMI sank um 0,6 Prozent auf 8552 Punkte. Das Schweizer Börsenbarometer folgte damit der Wall Street, wo der umfassende Börsenindex S&P 500 am Montag den tiefsten Stand sei 14 Monaten markiert hatte.

Die Schweizer Regierung kappte nach der Wirtschaftsflaute im Sommer ihre Konjunkturprognosen für 2018 und 2019. Auch die japanische Regierung äusserte sich für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt verhaltener. In den USA und Europa erwarten Ökonomen ebenfalls geringere Zuwächse der Wirtschaftsleistung. Und schliesslich seien viele Anleger enttäuscht, dass sich der chinesische Präsident Xi Jinping in einer viel beachteten Rede zum 40. Jahrestag der Wirtschaftsreformen nicht zum Handelsstreit mit den USA geäußert habe, sagten Händler.

Von den 20 Schweizer Standardwerten gaben 18 nach. Die stärksten Einbussen verbuchten die Titel des Pharmazulieferers Lonza mit einem Minus von 2,1 Prozent. Händler erklärten, Lonza sei einer der Schweizer Blue chips mit der besten Kursentwicklung im laufenden Jahr. Nun würden die Anleger die Gewinne einfahren. Abgaben von über einem Prozent verzeichneten der Aromenhersteller Givaudan und der Bauchemie-Hersteller Sika.

Auch die Bankaktien wechselten zu tieferen Kursen den Besitzer. Julius Bär und Credit Suisse sanken um 0,9 Prozent. Die UBS verlor 0,1 Prozent an Wert. Die Grossbank muss an US-Behörden eine Busse von 14,5 Millionen Dollar bezahlen. Die Tochter UBS Financial Services habe es versäumt, angemessene Vorkehrungen gegen Geldwäsche zu treffen.

Die einzigen Aktien in der Gewinnzone waren die Versicherer Swiss Re und Zurich.

Bei den Nebenwerten erholten sich die in den vergangenen Monaten gebeutelten Titel des Fondsanbieters GAM um 5,5 Prozent. Die Aktien der Bankensoftwarefirma Temenos schwächten sich dagegen um 4,8 Prozent ab.

Die Schliesstechnikfirma DormaKaba verlor 2,7 Prozent an Wert. Händler verwiesen auf eine Kurszielsenkung durch die Analysten der UBS. Die Aktien der Technologiefirma VAT sackten nach einer Kurszielsenkung durch HSBC um 2,7 Prozent ab. EMS setzten die Talfahrt des Vortages fort, obwohl die Chemiefirma den Ausblick für das Gesamtjahr 2018 bestätigt hatte. (Reporter: Oliver Hirt; redigiert von Angelika Gruber)

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