December 27, 2018 / 9:36 AM / a month ago

Kursgewinne an Schweizer Börse verpuffen rasch

Zürich, 27. Dez (Reuters) - Die Anleger an der Schweizer Börse haben sich am Donnerstag nicht vom nachweihnachtlichen Kursfeuerwerk an den Börsen in den USA und Asien anstecken lassen. Frühe Kursgewinne verpufften rasch. Am Vormittag notierte der Leitindex SMI weitgehend unverändert bei 8414 Zählern. Auch am Freitag vor Weihnachten hatte er nahezu unverändert geschlossen.

In den vergangenen Tagen hatte es an den Börsen in den USA große Turbulenzen gegeben. Hintergrund war die Furcht von Anlegern vor einer Abschwächung der Weltwirtschaft, die Kritik von US-Präsident Donald Trump an Notenbankchef Jerome Powell und dessen Zins-Plänen sowie der Einstellung der Arbeit einiger US-Regierungsbehörden wegen des Streits über die von Trump gewollte Grenzmauer zu Mexiko. Zuletzt hatten die Investoren in den USA und in Asien jedoch zugegriffen - die Börsen waren deutlich im Plus.

In Europa ebbte das Kursfeuerwerk jedoch ab. Auch in Deutschland hielten sich die Anleger zurück. Dabei ist die Stimmung unter den Börsenprofis in der Schweiz gar nicht mehr so schlecht: Der Stimmungsindikator für die Konjunkturerwartungen der Finanzanalysten in den kommenden sechs Monaten stieg im Dezember auf minus 22,2 von minus 42,3 Punkten im Vormonat, wie aus einer monatlichen Umfrage der Credit Suisse zusammen mit der CFA Society Switzerland hervorgeht. Damit bewegt sich der Indikator wieder auf einem Wert wie im Spätsommer vor der Kurskorrektur an den Märkten.

In der Schweiz waren vor allem zyklische Werte und Finanztitel gefragt. Grösster Gewinner war der Prüftechnikkonzern SGS, gefolgt vom Personalvermittler Adecco und dem Sanitärtechnikkonzern Geberit, die jeweils knapp ein Prozent zulegten.

Die Titel der Credit Suisse waren 0,6 Prozent fester. Bankchef Tidjane Thiam habe keine Pläne, das Institut zu verlassen, sagte Verwaltungsratschef Urs Rohner der NZZ. Er selbst wolle bis 2021 im Amt bleiben. Auch die Aktien der Konkurrentin UBS legten zu. Die Papiere des Vermögensverwalters Julius Bär verloren jedoch an Boden.

Zu den Verlierern zählten darüber hinaus die als krisenfest geltenden Indexschwergewichte. Die Aktie von Nestle sackte 0,8 Prozent ab. Auch die Pharma-Schwergewichte Novartis und Roche gaben leicht nach. Bei Roche bestätigte die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote “AA” mit stabilem Ausblick.

Am breiten Markt legten die Aktien von Also gut ein Prozent zu. Die IT-Logistikfirma gibt zusammen mit der Mehrheitsaktionärin ein Übernahmeangebot für die polnische ABC Data, die zuletzt einen Jahresumsatz von gut einer Milliarde Euro erzielte. Die Analysten von Vontobel sprachen von einem schlauen und vernünftigen Schritt, um die Stellung der Firma in Osteuropa auszubauen.

Die Aktien von Implenia waren ebenfalls gut ein Prozent höher. Der Baukonzern hat gemeinsam mit Hochtief einen Auftrag der Deutschen Bahn in München für einen S-Bahn-Haltepunkt mit einem Volumen von insgesamt knapp 400 Millionen Euro erhalten. (Reporter: Angelika Gruber; redigiert von Nadine Schimroszik. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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