December 28, 2018 / 9:28 AM / 6 months ago

Schweizer Börse startet zum Jahresende Aufholjagd

Zürich, 28. Dez (Reuters) - An der Schweizer Börse hat sich die Achterbahnfahrt der vergangenen Sitzungen am Freitag fortgesetzt. Nach dem Kurseinbruch vom Donnerstag übernahmen am letzten Handelstag des Jahres Schnäppchenjäger das Zepter. Der SMI legte 2,1 Prozent auf 8364 Punkte zu. Am Vortag war der Leitindex um 2,6 Prozent abgesackt und hatte im Handelsverlauf den tiefsten Stand seit zwei Jahren markiert. Trotz der Erholung vom Freitag steuert der SMI damit im Gesamtjahr 2018 auf ein Minus von rund elf Prozent zu.

Händler erklärten, höhere Schlusskurse an der Wall Street und eine feste Tendenz in China hätten auch der Schweizer Börse Rückenwind verliehen. Doch sie warnten vor zu viel Euphorie. Der Haushaltsstreit und Behördenstillstand in den USA halte an. Zudem sei kein Ende der Spannungen zwischen den USA und China absehbar. US-Präsident Donald Trump prüft Insidern zufolge ein schärferes Vorgehen gegen die beiden chinesischen Telekomfirmen und Netzwerkausrüster Huawei wie auch ZTE. Es gehe darum, den Ausnahmezustand mit Verweis auf Gefahren durch ausländische Kräfte zu erklären, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Dies könne bereits im Januar erfolgen.

Doch am Freitag setzten sich an der Schweizer Börse die Optimisten durch. Sämtliche 20 Blue Chips rückten vor. Spitzenreiter war die UBS mit einem Plus von 3,4 Prozent. Konkurrent Credit Suisse legte 2,6 Prozent zu. Das US-Fondshaus Dodge & Cox hat die Beteiligung an der zweitgrössten Schweizer Bank auf 3,06 Prozent aufgestockt. Der Vermögensverwalter Julius Bär verteuerte sich um 2,8 Prozent. Baloise gewannen 1,7 Prozent. Der Versicherer übernimmt für 86,5 Millionen Franken einen 20-Prozent-Anteil an der Aevis Victoria-Tochter Infracore. Mit der Beteiligung an der Besitzerin von Privatkliniken diversifiziert Baloise sein Immobilienportfolio in der Schweiz.

Auch die Aktien von Unternehmen mit einem konjunkturabhängigen Geschäft waren gesucht. Der Luxusgüterkonzern Richemont legte drei Prozent zu, Swatch 2,6 Prozent. Die Titel des Elektrotechnikers ABB verteuerten sich um ebenfalls um 2,6 Prozent. Händler erklärten, die Sorgen um die Weltwirtschaft seien etwas in den Hintergrund gerückt.

Hoch in der Anlegergunst standen auch die zuletzt nach unten gerutschten Technologiewerte. Der Sensorhersteller und Apple-Zulieferer AMS verzeichnete einen Kurssprung von 4,8 Prozent. U-Blox und Kudelski stiegen jeweils gut fünf Prozent. (Reporter: Oliver Hirt, redigiert von Nadine Schimroszik)

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