January 4, 2019 / 9:39 AM / 5 months ago

Schweizer Börse gibt nach - Anleger unentschlossen

Zürich, 04. Jan (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag an Schwung verloren. Zwar sorgte die Hoffnung auf eine Annäherung im Zollstreit zwischen den USA und China für gute Stimmung, sagten Händler. Hintergrund ist, dass Vertreter beider Länder Anfang kommender Woche zu neuen Handelsgesprächen in Peking zusammenkommen wollen. Viele Anleger blieben aus Furcht vor einer Wirtschaftsabkühlung aber vorerst lieber in Deckung. Der Leitindex SMI gab knapp 0,1 Prozent auf 8461 Zähler nach.

Für die Investoren sei es noch unklar, ob die Märkte nach dem turbulenten Jahresstart anfällig geworden oder vielmehr eine günstige Einstiegsgelegenheit seien, erklärten die Experten vom Handelshaus Oanda. Zuletzt hatte eine gesenkte Umsatzprognose von Apple für Kursverluste an den Börsen gesorgt: Der iPhone-Hersteller hat seine Erwartungen unter Verweis auf ein schwächelndes China-Geschäft zurückgeschraubt. Von vielen Anlegern war das als Signal für einen möglicherweise bevorstehenden Wirtschaftsabschwung gewertet worden.

Daher dürften die Börsianer heute gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht warten, um Rückschlüsse auf den Zustand der weltgrössten Volkswirtschaft ziehen zu können. “Nach den jüngst mehrheitlich enttäuschend ausgefallenen Wirtschaftsdaten aus den USA hoffen die Anleger auf einen positiven US-Arbeitsmarktbericht”, erklärten die Experten der Basler Kantonalbank.

Auf dem Schweizer Leitindex lasteten vor allem die Schwergewichte Roche, Novartis und Nestle, die zwischen knapp einem und 0,3 Prozent nachgaben. Die beiden Pharmaunternehmen und der Lebensmittelkonzern waren am Vortag teilweise als “sichere Häfen” gefragt gewesen, weil ihr Geschäftsmodell vergleichsweise wenig von der Wirtschaftsentwicklung abhängig ist.

Im Gegenzug gehörten zyklische Werte am Freitag zu den Gewinnern - allen voran die Luxusgüterwerte Swatch und Richemont sowie der Personalvermittler Adecco. Sie hatten am Donnerstag teilweise deutlich an Wert verloren.

Gefragt waren auch Bankaktien: Julius Bär legte knapp zwei Prozent zu, UBS 1,3 Prozent und Credit Suisse 0,7 Prozent.

Am breiten Markt gewannen die Aktien der Biotech-Firma Basilea knapp acht Prozent. Der durch Partner erzielte Umsatz mit dem Antipilzmittel Cresemba lag im vergangenen Jahr bei über 150 Millionen Dollar. Die Firma profitiert dabei in Form von Gebühren- und Meilensteinzahlungen. (Reporter: Angelika Gruber, redigiert von Christian Götz.)

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