January 7, 2019 / 10:42 AM / 5 months ago

Schweizer Börse gibt nach - Pharma und Nestle belasten

Zürich, 07. Jan (Reuters) - Die Schweizer Börse hat nach der Aufholjagd zu Jahresbeginn einen Gang zurückgeschaltet. Grund dafür war vor allem die Schwäche der Indexschwergewichte. Die als eher defensive Anlage geltenden Pharmawerte Novartis und Roche sowie Nestle waren wenig gefragt. Am Montagvormittag war der SMI 0,8 Prozent im Minus bei 8543 Punkten. Am Freitag hatte der Leitindex 1,7 Prozent zugelegt.

Für etwas Zuversicht sorgte die Hoffnung auf eine weitere Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA. Dieser sorgt seit Monaten für ein Auf und Ab an den Börsen. Am Wochenende hat sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich für die Chancen einer Einigung gezeigt. Ein Sprecher des chinesischen Aussenministeriums sagte, beide Staaten wollten “positive und konstruktive” Verhandlungen führen.

Die Sorgen über ein mögliches Ende des Wirtschaftsaufschwungs traten etwas in den Hintergrund. Sie hatten zuletzt für einen Kursrutsch gesorgt. Doch dann hatten überraschend gute Daten vom US-Arbeitsmarkt für neue Zuversicht gesorgt. Zudem hatte der Präsident der US-Notenbank Fed versucht, die Anleger zu beruhigen: Er hatte erklärt, sein Haus sei bei Zinsentscheidungen nicht von vornherein auf einen geldpolitischen Kurs festgelegt. “Dies sollte Befürchtungen beschwichtigen, dass für die Fed-Politik inzwischen der Autopilot eingeschaltet wurde”, erklärten die Analysten der Credit Suisse. Mit Spannung dürften die Anleger nun die für Montagnachmittag erwarteten Konjunkturdaten aus den USA abklopfen.

In der Schweiz gaben die Titel von Novartis und Roche zwei beziehungsweise 1,1 Prozent nach. Die Aktein des Lebensmittelkonzerns Nestle verloren ein Prozent.

Bei den zyklischen Werten setzte sich kein eindeutiger Trend durch: Der Zementkonzern LafargeHolcim und die Sanitärtechnikfirma Geberit verloren an Boden. Der Personalvermittler Adecco, der Luxusgüterhersteller Richemont und der Bauchemiekonzern Sika legten hingegen zu.

Bei den Finanzwerten waren die Aktien der Credit Suisse gehalten. Die Bank hat einen weiteren US-Rechtsfall aus der Zeit vor der Finanzkrise abgehakt. Die Grossbank einigte sich mit dem Bundesstaat New York in einem Verfahren wegen des Verkaufs von faulen Hypothekenpapieren (RMBS). Die Titel der UBS gaben leicht nach. Die Grossbank hat mit der Suche nach möglichen Nachfolgern für Konzernchef Sergio Ermotti und Verwaltungsratschef Axel Weber begonnen. “Wir sind in einem sehr frühen Stadium dieser Diskussionen”, sagte Weber in einem “Bloomberg”-Interview. Rasche Änderungen stünden nicht bevor. Zuvor hatte die Agentur berichtet, UBS sei in Gesprächen mit dem ehemaligen Investmentbankchef der Bank of America, Christian Meissner, für eine mögliche Führungsrolle bei der Bank.

Am breiten Markt legten die Titel des Chip- und Sensor-Herstellers AMS 9,4 Prozent zu. Das Unternehmen kooperiert mit dem Softwarehaus Face++ bei Technologien etwa zur Gesichtserkennung. (Reporter: Angelika Gruber, redigiert von Paul Arnold)

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