January 21, 2019 / 8:41 AM / a month ago

Nachlassendes China-Wachstum vergrault Schweizer Anleger

Zürich, 21. Jan (Reuters) - Die Schweizer Börse ist mit Kursverlusten in die neue Handelswoche gestartet. Die nachlassende Konjunkturdynamik in China stimmte die Anleger vorsichtig. Im vergangenen Jahr stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der zweitgrössten Volkswirtschaft so langsam wie seit 28 Jahren nicht mehr. Die Analysten der Zürcher Kantonalbank sehen angesichts der mehrheitlich schwachen globalen Wirtschaftsdaten wenig Grund für Optimismus. Sie rechnen damit, dass die Gewinnschätzungen für Unternehmen in nächster Zeit weiter gesenkt werden. “Für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte sind wir deshalb vorsichtig gestimmt und rechnen nur mit einem geringen Kurssteigerungspotenzial, insbesondere vor dem Hintergrund der kräftigen Kursgewinne seit Anfang Jahr”, erklärten die ZKB-Experten.

Der Leitindex SMI sank am Montag um 0,3 Prozent auf 8996 Zähler und rutschte damit wieder unter die psychologische wichtige 9000er-Marke. Am Freitag hatte die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China dem Bluechip-Barometer zu einem Anstieg um 1,2 Prozent verholfen.

Bei den Bluechips hielten sich Verlierer und Gewinner die Waage. Zu den Verlierern gehörten Bankwerte, nachdem Goldman Sachs die Kursziele für verschiedene Geldhäuser gesenkt hat. Die Aktien von Credit Suisse und UBS verloren jeweils 0,3 Prozent, die von Julius Bär rutschten 0,8 Prozent ab. An die Spitze setzte sich der Elektrotechnikkonzern ABB mit einem Kursplus von einem Prozent.

Am breiten Markt schnellten bei insgesamt sehr dünner Nachrichtenlage die Interroll-Anteile 13 Prozent in die Höhe. Die Förstertechnik-Firma erwartet für das Jahr 2018 eine Gewinnsteigerung um mindestens 30 Prozent, Umsatz und Auftragseingang wuchsen um rund ein Viertel auf Rekordwerte. Die Titel des Flughafens Zürich sanken nach einer Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs um 1,4 Prozent. (Reporter: Paul Arnold, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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