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Wirtschaftsnachrichten

Bundesbank - "Brexit kann kommen"

FILE PHOTO: A small toy figure is seen in front of a Brexit logo in this illustration picture, March 30, 2019. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration

Frankfurt (Reuters) - Die Bundesbank rechnet mit keinen großen Verwerfungen in der Bankenbranche im Zuge des endgültigen Brexit zum Jahreswechsel.

“Regulierung, Aufsicht und Banken haben alles getan, um Störungen oder gar Turbulenzen am 1. Januar 2021 zu vermeiden”, erklärte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling am Montag. “Aus unserer Sicht kann der Brexit daher kommen.” Eine Unterversorgung mit Finanzdienstleistungen auf dem Kontinent müsse nicht befürchtet werden. Alle in der Londoner City angebotenen Finanzprodukte seien mittlerweile auch auf dem Kontinent verfügbar.

Ende Dezember läuft nach dem britischen EU-Austritt die Übergangsfrist aus, in der das Großbritannien noch EU-Regeln anwendet. Über die künftigen Beziehungen verhandeln beide Seiten bereits seit Monaten. Insidern zufolge sollen die Verhandlungen ab diesem Montag in Brüssel fortgesetzt werden und bis Mitte der Woche laufen. Ergebnisse würden für Mittwoch oder Donnerstag erwartet

Aus Sicht der Bundesbank wird die Stabilität des Finanzsystems zum Ende der Übergangsfrist nicht ins Wanken geraten. “Auch wenn ein Rest an Unwägbarkeit bleibt, kann der Schalter jetzt umgelegt werden”, unterstrich Wuermeling, der im Bundesbank-Vorstand für das Thema Bankenaufsicht zuständig ist. Für die Bankenbranche seien die größten Klippen im Großen im Ganzen inzwischen umschifft. “Eine Gefahr für die Finanzstabilität ist nicht erkennbar.”

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