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Weltnachrichten

China nimmt australische Weinimporte ins Visier

Rows of vines can be seen at sunset at Yalumba's Jansz estate in the Tamar Valley, located in the northeast of Tasmania June 4, 2014. Australia's wine-growing industry is responding to the rigors of climate change. A study by the U.S. Proceedings of the National Academy of Sciences found that up to 73 percent of Australian land currently used for viticulture could become unsuitable by 2050. As the country's traditional wine growing regions, including the Barossa, the Hunter Valley and Margaret River grow ever hotter and drier, winemakers are rushing to the cool climate of the tiny island state of Tasmania. While the national wine industry has shrunk 1.9 percent annually from 2009 to 2014, the Tasmanian state industry is growing at a rate of close to 10 percent per annum, according to the Tasmanian Climate Change Office. Picture taken June 4, 2014. REUTERS/David Gray (AUSTRALIA - Tags: BUSINESS ENVIRONMENT FOOD SOCIETY TPX IMAGES OF THE DAY)

Peking/Sydney (Reuters) - Der seit Monaten schwelende Konflikt zwischen China und Australien spitzt sich zu.

Die Volksrepublik kündigte am Dienstag ein Antidumping-Verfahren auf Wein-Einfuhren aus Australien an. Das chinesische Handelsministerium (MOFCOM) werde die Preise von Behältern mit einem Fassungsvermögen von bis zu zwei Litern ins Visier nehmen, wie das Ministerium mitteilte. Zudem würden mögliche Schäden für die chinesische Weinindustrie im Zeitraum 2015 bis 2019 untersucht.

Die Chinese Alcoholic Drinks Association wirft australischen Weinproduzenten vor, sich mit zu niedrigen Preisen unrechtmäßig Vorteile auf dem chinesischen Markt verschafft zu haben. Der Verband hatte die chinesischen Behörden aufgefordert, die Preispraktiken von zehn australischen Weinproduzenten zu prüfen - darunter Treasury Wine Estates, der weltgrößte unabhängige Weinproduzent mit Marken wie Penfolds und Accolade. Die Tresury-Aktien brachen am Dienstag um fast 15 Prozent ein. Der australische Handelsminister Simon Birmingham bezeichnete die Untersuchung als “sehr enttäuschend und verwirrend”.

China ist der größte Markt für australische Weinexporte, Australien verkauft dort mehr Wein als etwa Frankreich. Gleichzeitig ist China Australiens größter Handelspartner mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet 143 Milliarden Euro. Seit April schwelt zwischen Peking und Canberry ein Konflikt, der sich an der Forderung Australiens nach einer unabhängigen Bewertung des Ursprungs des Corona-Virus entzündet hatte. China kündigte infolge ab dem 19. Mai Antidumping- und Antisubventionszölle in Höhe von 80,5 Prozent auf australische Gersteneinfuhren an. Australien erwog, dagegen bei der Welthandelsorganisation (WTO) vorzugehen.

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