February 14, 2019 / 6:57 AM / in 5 months

Chinas Exporte steigen überraschend - "Neujahrseffekt hilft"

A worker gestures as a crane lifts goods for export onto a cargo vessel at a port in Lianyungang, Jiangsu province, China February 13, 2019. Picture taken February 13, 2019. REUTERS/Stringer ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. CHINA OUT.

Peking (Reuters) - Die chinesischen Exporteure haben im Januar überraschend wieder in die Wachstumsspur zurückgefunden und damit Sorgen vor einem weltweiten Abschwung etwas gedämpft.

Die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,1 Prozent, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Regierungsdaten hervorgeht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten angesichts des Handelsstreits mit den USA und der globalen Konjunkturschwäche mit einem Rückgang von 3,2 Prozent gerechnet, nachdem es im Dezember ein Minus von 4,4 Prozent gegeben hatte.

“Die Zahlen überraschen positiv”, sagte Analyst Tommy Xie von der OCBC Bank in Singapur. “Ich vermute, dass die Erholung teilweise auf den chinesischen Neujahrseffekt zurückzuführen ist, da es in diesem Jahr etwas früher liegt als im letzten Jahr.” Wegen der Ferientage - die diesmal am 4. Februar begannen - haben offenbar viel Unternehmen ihre Aufträge vorzeitig abgearbeitet. Das dürfte die Exporte beflügelt haben.

Die Importe schrumpften zu Jahresbeginn um 1,5 Prozent und damit weit weniger stark als befürchtet. Dabei brachen die Einfuhren aus den USA allerdings um mehr als 41 Prozent ein. Die beiden weltgrößten Wirtschaftsnationen liefern sich derzeit einen Handelsstreit, der in höhere Zölle mündete. Derzeit laufen in Peking aber Gespräche für eine Beilegung des Konfliktes, der bei einer Zuspitzung die gesamte Weltwirtschaft noch stärker als bislang schon belasten dürfte.

US-Präsident Donald Trump hat mit einer Erhöhung der Strafzölle auf chinesische Importe zum 2. März gedroht, sollte es bis dahin keine Einigung geben. Einem Medienbericht zufolge schließt er aber nicht aus, diese Frist um 60 Tage nach hinten zu verschieben, um mehr Zeit für Verhandlungen zu haben. Trump stört sich am hohen US-Defizit im Warenaustausch mit China und wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken sowie den Diebstahl geistigen Eigentums vor. Peking bestreitet die Anschuldigungen. Der Konflikt belastet bereits die globale Konjunktur.

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