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Wirtschaftsnachrichten

Asien hofft nach Trump auf mehr Freihandel - "Globalisierung unumkehrbar"

People wearing face masks, following the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, ride a bus past a portrait of late Chinese chairman Mao Zedong on Tiananmen Gate, in Beijing, China June 3, 2020. REUTERS/Carlos Garcia Rawlins

Kuala Lumpur/Peking (Reuters) - China und andere asiatischen Staaten setzen nach der Ära von US-Präsident Donald Trump auf ein Ende von Zollerhöhungen und Handelskriegen.

Die Globalisierung sei “unumkehrbar”, sagte der chinesische Präsident Xi Jinping am Donnerstag bei einer Videokonferenz der Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft APEC, die 21 Mitgliedsstaaten zählt. “Wir werden nicht den Kurs umkehren oder gegen den historischen Trend laufen, indem wir uns ‘abkoppeln’”, sagte Xi vor dem virtuellen Gipfel der APEC-Führer am Freitag in Kuala Lumpur, an dem auch Trump teilnehmen soll. “China wird sich weiterhin zu Offenheit und Zusammenarbeit bekennen.”

Trump, der am 20. Januar von Joe Biden abgelöst wird, hat seit Beginn seiner Amtszeit 2017 vor allem gegen China einen Handelskonflikt vom Zaun gebrochen und milliardenschwere Strafzölle erhoben. Singapurs Regierungschef Lee Hsien Loong sagte, er erwarte “mehr Multilateralisten” in der Biden-Regierung. “Ich denke, dass sie die Welthandelsorganisation und die APEC stärker unterstützen werden”, sagte Lee. Die US-Handelspolitik unter Trump habe Fortschritte in der Region Asien-Pazifik in den vergangenen Jahr behindert. Der malaysische Ministerpräsident Muhyidin Jassin erklärte, die APEC-Länder arbeiteten an einer Vision für die Zeit nach 2020. Freier Handel sei integraler Bestandteil der wirtschaftlichen Erholung.

Xi kritisierte, dass “zunehmender Unilateralismus, Protektionismus und Schikanierung sowie Schläge gegen die wirtschaftliche Globalisierung” die Risiken und Unsicherheiten in der Weltwirtschaft erhöht hätten. Er versprach, den Import hochwertiger Produkte zu steigern. “Wir werden die Zölle und die behördlichen Kosten weiter senken und die Importe von hochwertigen Produkten und Dienstleistungen aus allen Ländern ausweiten”, sagte Xi und kündigte zudem an, Freihandelsabkommen mit weiteren Ländern zu unterzeichnen.

Erst am Wochenende hatte sich China mit 14 weiteren Staaten der Region Asien-Pazifik auf das weltgrößte Freihandelsabkommen geeinigt. Peking will auch das Seidenstraßen-Projekt vorantreiben, das ein Handelsnetzwerk zwischen Asien, Afrika und Europa spannen soll. China finanziert dafür Infrastrukturprojekte wie Häfen, Bahnstrecken und Straßen in anderen Ländern.

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