November 24, 2013 / 12:52 PM / 5 years ago

China verschärft Inselstreit mit Japan

A group of disputed islands, Uotsuri island (top), Minamikojima (bottom) and Kitakojima, known as Senkaku in Japan and Diaoyu in China is seen in the East China Sea, in this photo taken by Kyodo September 2012. Japan and ally the United States sharply criticized China's move to impose new rules on airspace over islands at the heart of a territorial dispute with Tokyo, warning of an escalation into the "unexpected" if Beijing enforces the rules. Mandatory credit. REUTERS/Kyodo

Shanghai (Reuters) - China hat mit der Einrichtung einer neuen Zone zur Luftraumüberwachung seinen Anspruch auf einige Inseln im Ostchinesischen Meer bekräftigt, die auch von Japan beansprucht werden.

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichte am Samstag eine Karte mit Koordinaten einer neu geschaffenen “Identifizierungszone der Luftverteidigung” in dem Gebiet, die auch die Inseln umfasst. Sie werden in China Diaoyu genannt und in Japan Senkaku. Außerdem veröffentlichte die Agentur Regeln für die Identifizierung von Flugzeugen in der Zone und warnte, dass jene, die sich nicht daran hielten, mit militärischen Maßnahmen rechnen müssten.

Japan erhob nach Angaben des Außenministeriums scharfen Protest und bekräftigte, dass es die Senkaku-Inseln als sein Territorium betrachte. Minister Fumio Kishida sagte am Sonntag, die Aktion Chinas sei inakzeptabel und könne zu unvorhersehbaren Situationen führen. Ein ranghoher chinesischer Diplomat in Tokio erklärte dazu, Japan habe kein Recht, unverantwortliche Bemerkungen zu machen. Ziel der chinesischen Regierung sei es, die nationale Souveränität und den chinesischen Luftraum zu schützen. Die Maßnahmen richteten sich gegen kein bestimmtes Land und schränkten auch den freien Luftverkehr nicht ein.

Der Inselstreit belastet seit Monaten die Beziehungen der beiden asiatischen Großmächte. In den fischreichen Gewässern der unbewohnten Inseln werden Erdöl- und -gas vermutet. Laut einer Meldung von Xinhua hat die chinesische Luftwaffe erste Patrouillenflüge dort absolviert. Japan ließ seinerseits Kampfflugzeuge aufsteigen, als chinesische Aufklärer über den Ostchinesischen Meer flogen, wie das Verteidigungsministerium in Tokio mitteilte.

US-Außenminister John Kerry verlangte von China mehr Zurückhaltung und erklärte, der freie Luftverkehr in der Region sei eine Voraussetzung für Stabilität und Sicherheit. “Wir fordern China eindringlich auf, keine Maßnahmen gegen Flugzeuge zu ergreifen, die sich nicht identifizieren oder Anweisungen Pekings nicht befolgen”, sagte er. Die USA stünden fest an der Seite ihrer Verbündeten und hofften, dass es künftig mehr Zusammenarbeit und weniger Konfrontation im Pazifik gebe.

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