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Wirtschaftsnachrichten

Chinas Inflation auf Elf-Jahres-Tief - Schweinepreise fallen erstmals wieder

A Chinese flag flutters near the Chinese national emblem on Beijing No. 2 Intermediate People's Court, where Huayuan Real Estate Group former chairman Ren Zhiqiang faces corruption trial, in Beijing, China September 11, 2020. Picture taken September 11, 2020. REUTERS/Carlos Garcia Rawlins

Peking (Reuters) - Sinkende Preise für Schweinefleisch haben die Inflationsrate in China auf den niedrigsten Stand seit mehr als elf Jahren gedrückt.

Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Oktober nur noch um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking mitteilte. Das ist die niedrigste Teuerungsrate seit Oktober 2009, als die weltweite Finanzkrise ihren Lauf nahm. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einer doppelt so hohen Teuerungsrate von 0,8 Prozent gerechnet, nachdem sie im September noch bei 1,7 Prozent gelegen hatte.

Mit verantwortlich für die Entwicklung sind die Schweinepreise: Sie gaben um 2,8 Prozent nach. Zuvor waren sie mehr als anderthalb Jahre in Folge teils kräftig gestiegen. Grund dafür waren Engpässen infolge der Afrikanischen Schweinepest, deretwegen Hunderttausende Tiere gekeult wurden. So hatte sich Schweinefleisch - das in der Volksrepublik sehr populär ist - im September noch um 25,5 Prozent verteuert.

Die schwache Inflation steht im Gegensatz zum lebhaften Wachstum der Exporte und der Produktion. So legte das Bruttoinlandsprodukt im Sommerquartal um 4,9 Prozent zu. Ökonomen gehen davon aus, dass China als eine der wenigen großen Volkswirtschaften der Welt trotz Corona-Pandemie in diesem Jahr ein Wachstum schaffen wird.

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