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Unternehmensnachrichten

TikTok-Chef Kevin Mayer nimmt nach drei Monaten den Hut

FILE PHOTO: A TikTok logo is displayed on a smartphone in this illustration taken January 6, 2020. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration/File Photo

Bangalore/San Francisco (Reuters) - Mitten im Kampf gegen das drohende Aus in den USA verabschiedet sich Firmenchef Kevin Mayer vom chinesischen Kurzvideodienst TikTok.

Dies gab der ehemalige Disney-Streamingchef in einem Schreiben an Mitarbeiter bekannt, in das Reuters am Donnerstag Einblick nehmen konnte. Der US-Amerikaner Mayer, der lange als Kandidat für den Chefsessel beim Unterhaltungskonzern Disney galt, hatte den Posten bei dem besonders bei Jugendlichen beliebten Dienst erst am 1. Juni übernommen. Vor wenigen Tagen hatte das Tochter-Unternehmen des Technologiekonzerns ByteDance Klage gegen das drohende Verbot in den USA eingereicht.

TikTok bestätigte den Abgang Mayers, der zudem bei ByteDance für das operative Geschäft zuständig war. Vorübergehend sollen die TikTok-Geschäfte nun von Vanessa Pappas geleitet werden, die seit Januar 2019 für TikTok arbeitet und zuvor bei der Google-Tochter YouTube tätig war. ByteDance-Gründer und -Chef Zhang Yiming versicherte in einem Schreiben an Mitarbeiter, in das Reuters ebenfalls Einblick hatte, an einer Lösung für die Probleme - vor allem in den USA wie auch Indien - werde gearbeitet. Mayer habe bei TikTok mitten “in unserer größten Herausforderung” angefangen. Dies habe es ihm nicht einfach gemacht, zumal die Umstände sehr komplex gewesen seien.

US-Präsident Donald Trump sieht in den TikTok-Aktivitäten ein Risiko für die nationale Sicherheit. Er sorgt sich, dass Nutzerinformationen mit der chinesischen Regierung geteilt werden könnten. Am 6. August verbot Trump US-Unternehmen Geschäfte mit TikTok wie auch der Tencent-Tochter WeChat. Die Verfügung soll Mitte September in Kraft treten. In einer separaten Anordnung forderte er ByteDance auf, innerhalb von 90 Tagen die US-Sparte abzuspalten. An einem Kauf sollen Insidern zufolge neben Microsoft und Oracle auch ByteDance-Eigner interessiert sein. Die Aktivitäten des rasant wachsenden Dienstes, der vor allem mit Tanzeinlagen seiner Mitglieder bekannt geworden ist, sollen zwischen 25 und 30 Milliarden Dollar wert sein.

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