February 5, 2020 / 6:21 AM / 22 days ago

Umfrage - Chinas Wachstum im Dienstleistungssektor fällt auf 3-Monats-Tief

A general view of Shanghai's financial district of Pudong is seen in Shanghai, China March 14, 2017. REUTERS/Aly Song

Peking (Reuters) - Die Geschäfte der chinesischen Dienstleister sind im Januar so schlecht gelaufen wie seit 3 Monaten nicht mehr.

Der Einkaufsmanagerindex fiel von 52,5 im Dezember auf 51,8 im Januar, wie die am Mittwoch veröffentlichte Unternehmensumfrage der Institute Caixin und Markit ergab. Trotz des Tiefs lag der Wert immer noch über dem 8-Monats-Tief vom Oktober und über der Marke von 50, ab der Wachstum signalisiert wird. Die Dienstleister stehen für mehr als die Hälfte der chinesischen Wirtschaft.

Die Dienstleistungsunternehmen meldeten im Januar kaum neue Arbeitsplätze und der Teilindex Beschäftigung erreichte den niedrigsten Stand seit 16 Monaten. In der Zwischenzeit mussten die Unternehmen ihre Verkaufspreise zum zweiten Mal senken. Die Nachfrage im Inland schwächte sich ab, während die Auftragseingänge aus Übersee gegenüber dem Vormonat leicht anzogen. Die Erwartungen hinsichtlich der Einjahresaussichten für die Geschäftstätigkeit verbesserten sich jedoch im abgelaufenen Monat deutlich, da das Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten einen Teil des Drucks auf die Exporteure verringerte. Dennoch deutet die Verlangsamung des Wachstums darauf hin, dass der Dienstleistungssektor trotz einer Flut von Konjunkturimpulsen und eines ersten Abkommens im Handelsstreit zwischen China und den USA vor anhaltenden Herausforderungen steht.

In der Umfrage spiegeln sich noch nicht die ersten Auswirkungen des Coronavirus wider, der erst Ende Januar ausbrach. Ökonomen und Regierungen gehen davon aus, dass die wirtschaftlichen Folgen des Virus das Wachstum stark belasten könnten. Mit dem Versuch die Ausbreitung des Erregers einzudämmen, ist die Bewegung von Millionen von Menschen abrupt eingeschränkt worden, was die Schließung von Restaurants, Einkaufszentren und Kinos im ganzen Land während des einwöchigen Mondneujahrsfestes nach sich zog. Dies dürfte die Aussichten für Chinas sich verlangsamende Wirtschaft weiter verdunkeln. “Wie während des SARS-Ausbruchs erwarten wir, dass Konsum und Reisen am härtesten betroffen sind”, schrieben die Analysten von Oxford Economics in einer Mitteilung. “Wir gehen aber auch davon aus, dass es zu erheblichen Störungen bei anderen wirtschaftlichen Aktivitäten kommen wird, wenn auch in geringerem Maße als die Auswirkungen auf den Verbrauch.” Der ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte PMI Composite Index für die Fertigungs- und Dienstleistungsbranche von Caixin verlangsamte sich von 52,6 im Dezember auf 51,9 im Januar.

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