January 1, 2019 / 9:59 AM / 6 months ago

China wirbt für Zusammenarbeit mit den USA

Chinese President Xi Jinping speaks at an event marking the 40th anniversary of China's reform and opening up at the Great Hall of the People in Beijing, China December 18, 2018. REUTERS/Jason Lee

Peking (Reuters) - Im Handelskonflikt mit den USA setzt China auf eine baldige Lösung.

Präsident Xi Jinping beschwor in einer Botschaft an seinen US-Kollegen Donald Trump die Vorzüge einer Zusammenarbeit beider Staaten. Die Geschichte habe gezeigt, dass eine Kooperation für beide Seiten am besten sei, hieß es in der Erklärung, die am Dienstag von der Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlicht wurde. Xi habe sie anlässlich des 40. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den USA und seinem Land übermittelt. Beide Staaten hätten in den vergangenen vier Jahrzehnten historische Fortschritte gemacht.

US-Präsident Trump hatte sich bereits am Samstag nach einem Telefonat mit Xi optimistisch geäußert. Der Republikaner schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, dass er ein “langes und sehr gutes Gespräch” mit Xi geführt habe. Es seien “große Fortschritte” erzielt worden. Sollte eine Vereinbarung zustande kommen, dürfte diese sehr umfangreich ausfallen. Am Montag reagierten Anleger an der New Yorker Wall Street mit Aktienkäufen auf die sich abzeichnenden Fortschritte im Handelskonflikt, die US-Börsen beendeten ein turbulentes Börsenjahr mit Kursgewinnen.

CHINAS INDUSTRIE SCHRUMPFT

Xi soll laut chinesischen Staatsmedien erklärt haben, er hoffe, dass so bald wie möglich ein Abkommen erzielt werde, das für beide Seiten vorteilhaft sei. Auch das Außenministerium in Peking zeigte sich optimistisch. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern hätten schwere Zeiten überstanden, doch sei eine starke Bindung zwischen beiden Seiten sowohl für die Wirtschaft als auch für den weltweiten Frieden wichtig. Der Handelskonflikt mit den USA und eine weltweite Konjunkturabkühlung machten zuletzt auch den Firmen in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft zu schaffen. So schrumpfte Chinas Industrie zum Jahresende zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren.

In dem Handelsstreit haben Trump und Xi nach ihrem Treffen in Buenos Aires Anfang Dezember eine Pause eingelegt. Sie vereinbarten, die Eskalation bei der Verhängung von Zöllen und Einfuhrbeschränkungen zu stoppen. Die USA verschoben für den 1. Januar geplante neue Zölle, China nahm im Gegenzug den Ankauf von Soja-Bohnen aus den USA wieder auf. Vertreter der Regierungen der beiden Länder hatten in den vergangenen Wochen miteinander telefoniert. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, dass eine US-Handelsdelegation in der Woche ab dem 7. Januar nach Peking reisen werde.

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