February 5, 2020 / 8:51 AM / 2 months ago

Fast 500 Tote durch Coronavirus

Workers with sanitizing equipment walk up a flight of stairs as they disinfect a railway station while the country is hit by an outbreak of the new coronavirus, in Kunming, Yunnan province, China February 4, 2020. Picture taken February 4, 2020. cnsphoto via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. CHINA OUT.

Peking (Reuters) - An dem seit Wochen grassierenden Coronavirus sind mittlerweile fast 500 Menschen gestorben.

Nach den Philippinen meldete Hongkong den zweiten Todesfall außerhalb des chinesischen Festlandes. Die chinesischen Gesundheitsbehörden teilten am Mittwoch mit, die Zahl der Toten in der Volksrepublik sei um 65 auf 490 gestiegen. Die meisten Opfer gibt es in der Provinz Hubei und ihrer abgeriegelten Hauptstadt Wuhan. Die Zahl der Infektionen wuchs bis zum späten Dienstagabend um fast 3900 auf mehr als 24.300 an. Zunehmend geraten Kreuzfahrtschiffe in den Blick, denen die Einfahrt in Häfen verweigert wird und die unter Quarantäne gestellt werden. Die Unsicherheit wirkt sich auch auf die Wirtschaft aus.

Am stärksten ist nach wie vor China von der Epidemie betroffen, in Wuhan wurden vor mehr als einem Monat die ersten Infektionsfälle gemeldet. Doch auch in 27 anderen Ländern und Regionen außerhalb des chinesischen Festlandes sind fast 230 Infektionsfälle bekanntgeworden, in Deutschland zwölf und in Hongkong 18. Dort starb am Dienstag ein 39-jähriger Mann, der zuvor Wuhan besucht hatte. Vergangene Woche war ein Mann auf den Philippinen seiner vom Coronavirus ausgelösten Krankheit erlegen. Auch er war zuvor in Wuhan gewesen.

“Wir sind in der Lage und zuversichtlich, diesen Krieg um die Eindämmung zu gewinnen”, sagte der Berater der chinesischen Regierung, Wang Yi, nach Angaben des Außenministeriums. Die Sterblichkeitsrate liege bei weniger als 2,1 Prozent und sei damit weitaus niedriger als bei anderen Epidemien.

KREUZFAHRTSCHIFFE UNTER QUARANTÄNE

Ins Visier geraten auch Kreuzfahrtschiffe, auf denen oft Tausende Menschen unterwegs sind. Hongkong testet mehr als 1800 Passagiere und Besatzungsmitglieder der “World Dream”, weil 30 Angehörige der Crew über Fieber und andere Symptome geklagt hatten. 90 Prozent der Passagiere seien Bürger aus Hongkong, teilten die Behörden der chinesischen Sonderverwaltungszone mit. Vom Festland stamme kein Reisender. Allerdings hätten sich vom 19. bis 24. Januar drei Festland-Chinesen auf dem Schiff aufgehalten, bei denen das Virus festgestellt worden sei. Mit ihnen habe keiner der jetzigen Passagiere Kontakt gehabt. Die “World Dream” wird von der Reederei Dream Cruises betrieben. Sie machte am Mittwoch in Hongkong fest, nachdem ihr Taiwan das Anlegen verwehrt hatte. Taiwan lässt auch von Donnerstag an keine Chinesen mehr einreisen, die auf dem Festland leben.

Auf der im japanischen Yokohama festsitzenden “Diamond Princess” der Reederei Carnival sind laut japanischem Gesundheitsministerium zehn Menschen infiziert. Die Zahl könne noch steigen, weil noch viele der 3700 Passagiere untersucht würden. Die Infizierten würden in eine Klinik gebracht, die übrigen Menschen an Bord blieben unter Quarantäne. Carnival sagte Kreuzfahrten ab, die in dieser Woche von Yokohama und Kobe aus starten sollten.

Der wirtschaftliche Schaden für Unternehmen und Konjunktur ist noch nicht absehbar. Etliche Länder fliegen China nicht mehr an und haben Reisebeschränkungen verhängt. Betriebsferien wurden verlängert. Die chinesische Notenbank hat bereits reagiert und zusätzliche Milliarden in den Markt gepumpt. Auch Japans Zentralbank (BOJ) ist bereit zum Handeln, sollte das Coronavirus die konjunkturellen Aussichten eintrüben. Der stellvertretende BOJ-Chef Masazumi Wakatabe signalisierte, eine Lockerung der Geldpolitik stehe zwar nicht unmittelbar bevor. Die Risiken blieben allerdings hoch.

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