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Wirtschaftsnachrichten

Chinas Industrie auf der Überholspur - Höchstes Wachstumstempo seit 2011

A man wears a button depicting the late Chinese chairman Mao Zedong on a T-shirt with the Chinese national flag in Tiananmen Square in Beijing, China May 16, 2019. Picture taken May 16, 2019. REUTERS/Thomas Peter

Peking (Reuters) - Der von der Corona-Krise zwischenzeitlich ausgebremste Industrie-Motor Chinas läuft wieder rund und hat im Oktober das höchste Wachstumstempo seit fast einem Jahrzehnt hingelegt.

Das geht aus dem am Montag veröffentlichte Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex (PMI) hervor. Er stieg um 0,6 Punkte auf 53,6 Zähler. Das Konjunkturbarometer zeigt damit den sechsten Monat in Folge Wachstum an. Chinas riesiger Industriesektor ist somit auf dem besten Weg, wieder an die Zeiten vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie anzuknüpfen. Anders als die USA hat es die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt offenbar vermocht, die Ausbreitung des Virus einzudämmen - auch wenn es zuletzt einen Ausbruch in der West-Provinz Xinjiang gab.

Die Corona-Pandemie war Experten zufolge Ende 2019 zunächst in der zentralchinesischen Stadt Wuhan ausgebrochen und hatte das öffentliche Leben in Teilen der Volksrepublik lahmgelegt. Inzwischen hat sich das Bild nun grundlegend gewandelt. “Erholung ist derzeit gesamtwirtschaftlich angesagt, da die Epidemie im Inland unter Kontrolle ist”, konstatierte Chefökonom Wang Zhe vom Datenanbieter und Analysehaus Caixin Insight. Die Industrie sei in der glücklichen Lage, dass Nachfrage und Angebot zugleich zulegen.

Doch neue Wellen von Virusinfektionen in Europa und den USA hinterlassen auch im Exportsektor Chinas ihre Spuren. Die Nachfrage aus Übersee lässt nach, wie sich aus dem Barometer für die neu hereinkommenden Exportaufträge ablesen lässt, das zum Vormonat nachgab. Allerdings zeigt es auch weiterhin noch Wachstum an.

Das Caixin/Markit-Barometer bildet hauptsächlich die Entwicklung kleinerer und exportorientierter Firmen ab. Der bereits am Samstag veröffentlichte offizielle Einkaufsmanagerindex fokussiert sich stärker auf Konzerne und Staatsbetriebe. Dieser Indikator fiel zwar um 0,1 auf 51,4 Punkte. Das Barometer hielt sich aber über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Die aufgestaute Nachfrage, der durch staatliche Anreize angekurbelte Ausbau der Infrastruktur und robuste Exporte treiben den Aufschwung an.

Die Zentralbank rechnet für 2020 mit einem Wirtschaftswachstum von rund zwei Prozent. Das Plus wäre damit deutlich kleiner als in den Vorjahren. Trotzdem würde die Volksrepublik damit wesentlich besser abschneiden als viele andere Länder auf der Welt, die stärker von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind.

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