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Unternehmensnachrichten

Kreise: GM und Magna peilen Opel-Deal bis 15. Juli an

Frankfurt (Reuters) - Der Verkauf von Opel an das Konsortium um den Autozulieferer Magna soll Kreisen zufolge bis zum 15. Juli unterschriftsreif sein.

“Es war vereinbart, dass Magna und GM am 15. Juli ihre Verhandlungen so weit abgeschlossen haben, dass im Grunde genommen ein Vertrag erstellt werden kann”, sagte eine mit der Situation vertraute Person zu Reuters. Ein weiterer Insider sagte, der 15. Juli sei als Zieldatum festgelegt worden. Magna und GM haben offiziell als Ziel für eine Vertragsunterzeichnung den Juli ins Auge gefasst, jedoch kein konkretes Datum genannt.

Ein GM-Europa-Sprecher wollte den Termin nicht bestätigen, sagte aber: “Ziel ist es in der Tat, eine solche Vereinbarung zu erreichen.” Magna lehnte eine Stellungnahme ab. Co-Chef Siegfried Wolf hatte Anfang Juni gesagt, er erwarte eine finale Vertragsunterzeichnung in vier bis fünf Wochen. Nach der Zustimmung der Behörden sei mit einem Abschluss des Deals Ende September zu rechnen. Das ist auch der Zeitplan, den GM-Europa und die Treuhandgesellschaft verfolgen, die bis zum Verkauf an einen Investor vorübergehend 65 Prozent der Opel-Anteile hält. Sie hat ein Auge auf die Verwendung der durch einen Überbrückungskredit von Bund und Ländern in Aussicht gestellten Mittel über 1,5 Milliarden Euro und überwacht den Verkaufsprozess.

Derzeit prüft Magna die Bücher von Opel, nachdem sich die US-Mutter GM, der österreichisch-kanadische Autozulieferer und die Bundesregierung auf eine Grundsatzvereinbarung geeinigt haben. Magna will gemeinsam mit der russischen Sberbank bei Opel einsteigen. Einige Punkte wie die künftigen Lizenzzahlungen an die Mutter General Motors sind bereits geklärt. Unklar ist allerdings noch, in welchen Ländern künftig Wagen unter der Marke Opel verkauft werden dürfen. Der Betriebsrat hofft dabei insbesondere auf einen Zugang zum US-Markt. Hier sei das letzte Wort noch nicht gesprochen, sagte Opel-Betriebsratschef Klaus Franz der Zeitschrift “auto motor und sport”. “Schon heute steht fest, dass wir sehr wohl in Kanada und in Mexiko auftreten dürfen.” Offen ist auch noch, an wen die GM-Werke in Russland und die dortigen Vertriebsrechte für die GM-Billigmarke Chevrolet gehen.

Auch Magna-Co-Chef Donald Walker sagte Reuters am Dienstag, in den Gesprächen seien noch einige Punkte offen, darunter der Umgang mit den Pensionsverpflichtungen von Opel. “Es gibt alle möglichen Arten von Punkten, für die eine Lösung gefunden werden muss, und das ist einer davon”, sagte Walker. Opel hat im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge Pensionsverpflichtungen über rund vier Milliarden Euro für etwa 70.000 Mitarbeiter.

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