for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Unternehmensnachrichten

BMW sieht Verknappung am Aluminium-Markt

London/München (Reuters) - Der Autobauer BMW beobachtet eine Angebotsverknappung am Aluminium-Markt.

Es gebe einen leichten Trend, dass weniger Aluminium verfügbar sei, schrieb der zuständige BMW-Manager Frank Wienstroth am Freitag in einer E-Mail an Reuters. Dadurch steige der Aufschlag, den Unternehmen bezahlen müssen, wenn sie kurzfristig Aluminium brauchen. BMW sieht sich aber nicht bedroht: “Wir haben unsere Aluminiumgeschäfte durch Derivate abgesichert”, betonte ein Unternehmenssprecher.

Viele spekulativ orientierte Anleger kaufen Aluminium, vereinbaren einen Verkauf zu einem späteren Zeitpunkt zu einem höheren Preis und lagern das Erdmetall in der Zwischenzeit ein. Experten zufolge sind 70 Prozent der gesamten Vorräte, die in den Warenhäusern der Londoner Rohstoffbörse LME liegen, deshalb derzeit nicht frei verfügbar. Der Aufschlag, den Käufer bezahlen, um Aluminium sofort zu beziehen, kletterte kürzlich auf 210 bis 240 Dollar je Tonne - der höchste Stand seit Beginn der Reuters-Aufzeichnungen im Jahr 1998.

Der Münchner Autobauer erklärte, er verhindere negative Auswirkungen durch eine sehr langfristige Planung. Aluminium spielt in der Autoindustrie eine immer wichtigere Rolle, da es leichter ist als Stahl. So lassen sich leichtere Autos bauen, die weniger Sprit verbrauchen und weniger Schadstoff ausstoßen. BMW geht davon aus, im laufenden Jahr 20 Prozent mehr Aluminium zu verbrauchen als 2010, macht jedoch zu den absoluten Mengen keine Angaben.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up