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Unternehmensnachrichten

T-Mobile führt Flatrate in USA ein - Telekom-Aktie unter Druck

Frankfurt (Reuters) - Mit einem Pauschaltarif für US-Mobilfunkkunden hat die Deutsche Telekom auf den verschärften Wettbewerb in den USA reagiert.

Kunden von T-Mobile USA könnten künftig für 99,99 Dollar pro Monat unbegrenzt telefonieren und Kurznachrichten versenden, kündigte ein Sprecher der Telekom-Tochter T-Mobile USA an. Das Angebot gelte ab Donnerstag.

Derzeit bietet T-Mobile USA, der kleinste der vier landesweiten US-Mobilfunkanbieter, dem Sprecher zufolge gegen eine Gebühr von 129,99 Dollar pro Monat 5000 Gesprächsminuten und unbegrenzte Kurznachrichten an. Zuvor hatte bereits der Telekom-Konkurrent Verizon Wireless, ein Joint Venture von Verizon Communications und Vodafone, die Einführung einer Flatrate für US-Gespräche zu 99,99 Dollar im Monat angekündigt. Auch AT&T verkündete ähnliche Pläne.

An der Börse sorgten die geplanten Flatrate-Angebote für Verunsicherung bei den Anlegern. “Das erhöht meiner Meinung nach die Wahrscheinlichkeit eines Preiskampfes”, sagte Analyst Michael Nelson von Stanford Group. Aus diesem Grund trennten sich viele von ihren jeweiligen Telekom-Aktien. In Frankfurt zählten die Titel der Deutschen Telekom mit einem Abschlag von 2,7 Prozent zu den größten Verlierern im Dax. In den USA gaben die Papiere von Verzion Communications mehr als sechs Prozent nach, AT&T verloren mehr als fünf Prozent.

Einige Börsianer bezeichneten die Kursverluste aber als übertrieben. Nur ein kleiner Teil der Amerikaner telefoniere für über 100 Dollar im Monat, sagte ein Händler. “Aber wenn ich im Schnitt für 50 Dollar telefoniere - warum soll ich mir dann überhaupt eine Flatrate für 100 Dollar holen?”

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