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Unternehmensnachrichten

Freenet-Kreise: Erwarten rasche Entscheidung zu Debitel

Hamburg (Reuters) - Der Telekommunikationsanbieter Freenet rechnet nach den Worten eines Aufsichtsratsmitglieds bis spätestens Anfang Mai mit einem Abschluss der Übernahme-Verhandlungen mit dem Rivalen Debitel.

“In zwei, drei Wochen müsste es soweit sein, dass der Aufsichtsrat eine Entscheidung fallen kann”, sagte die Person, die namentlich nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Die Verhandlungen seien wegen der großen Zahl der beteiligten Banken komplex und könnten auch noch scheitern. Die Finanzierung sei aufgrund der Finanzkrise “ein bisschen schwieriger geworden”. Das Aufsichtsratsmitglied zeigte sich aber optimistisch, dass die von Freenet angestrebte Übernahme am Ende gelingen werde.

Der Börsendienst “Platow-Brief” berichtete, die Übernahme sei so gut wie perfekt und solle bereits nächste Woche unterschrieben werden. Die Banken des Debitel-Eigentümers Permira hätten bereits grünes Licht gegeben. Als Preis sei eine Summe von 1,4 Milliarden Euro im Gespräch, die sich aus einer Bar- und einer Aktienkomponente zusammensetze, berichtete der Börsendienst ohne Quellenangabe.

SPEKULATIONEN ÜBER PERSONALABBAU

Im Falle eines Abschlusses soll Permira Freenet ein Verkäuferdarlehen gewähren und im Gegenzug rund 25 Prozent an dem neuen Unternehmen erhalten. Freenet will mit dem Kauf des doppelt so großen Konkurrenten Debitel zum drittgrößten Mobilfunkanbieter aufsteigen. Nach einem Kauf will sich das norddeutsche Unternehmen von seinem DSL-Geschäft trennen. Interesse haben bereits United Internet und Telefonica gezeigt.

Eine Freenet-Sprecherin wollte sich weder zum Stand der Verhandlungen noch zu einem möglichen Personalabbau äußern. Das “Manager-Magazin” berichtete in seiner Onlineausgabe von drohenden Filialschließungen und gefährdeten Stellen in den Verwaltungen beider Firmen. Das Filialnetz wäre nach einer Fusion so eng geknüpft, dass etliche Läden nicht mehr benötigt würden. Über die genaue Zahl werde noch diskutiert. Aus Aufsichtsratskreisen hieß es dazu, bei Übernahmen gehe es immer auch um Einsparungen. “Dass im Zuge dessen über alles Mögliche gesprochen wird, ist klar.”

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