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Weltnachrichten

Kurz sieht Österreich in Coronakrise als Vorreiter

Austrian Chancellor Sebastian Kurz attends a news conference, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues, in Vienna, Austria, April 6, 2020. Helmut Fohringer/Pool via REUTERS

Wien (Reuters) - Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sieht sein Land bei der Eindämmung des Coronavirus als Vorreiter in Europa.

“Es ist interessant zu sehen, dass nicht nur bei den Maßnahmen der Schließung viele Länder unseren Weg kopiert haben, sondern auch beim Wiederhochfahren jetzt andere Länder wie zum Beispiel Deutschland schrittweise unseren Plan übernehmen”, sagte der konservative Politiker am Mittwoch im Parlament. Anfang März habe es noch tausend Neuinfektionen pro Tag in Österreich gegeben mit weiter steigender Tendenz. Heute seien es täglich nur noch rund 50 Neuinfizierte. Das sei ein internationaler Spitzenwert, sagte Kurz vor den Abgeordneten des Nationalrats.

Angaben des österreichischen Gesundheitsministeriums zufolge gab es bisher 466 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Aktuell seien rund 3000 Menschen erkrankt, mehr als 11.300 Personen bereits wieder genesen. 176 Person müssen intensivmedizinisch betreut werden.

Die Alpenrepublik hatte bereits Mitte März das öffentliche Leben auf ein Minimum heruntergefahren. Vor gut einer Woche dann hatte das Land als eines der ersten in Europa mit einer Lockerung begonnen. Seit dem Ausbruch der Coronakrise wurden in Österreich Dutzende Gesetze und Verordnungen erlassen. Opposition und Juristen kritisieren zunehmend, dass einzelne Maßnahmen der konservativ-grünen Regierung überzogen seien, und stellten zuletzt auch die Verfassungskonformität infrage.

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