June 5, 2019 / 9:46 AM / 15 days ago

Mitte-Links-Block Favorit bei Parlamentswahl in Dänemark

Danish flags flutter on top of the Parliament during the Danish general election in Copenhagen, Denmark, June 5, 2019. REUTERS/Fabian Bimmer

Kopenhagen (Reuters) - Bei der Parlamentswahl in Dänemark stehen die Zeichen auf Wechsel.

Die Sozialdemokratin von Mette Frederiksen, die den oppositionellen Mitte-Links-Block anführt, dürfte die Abstimmung am Mittwoch gewinnen und den liberalen Ministerpräsidenten Lars Lökke Rasmussen ablösen. Erste Ergebnisse auf Basis von Nachwahlbefragungen sollen kurz nach Schließung der Wahllokale um 20.00 Uhr (MESZ) bekanntgegeben werden. Das vorläufige Endergebnis dürfte gegen 23.00 Uhr (MESZ) veröffentlicht werden.

Die 41-jährige Frederiksen hat im Wahlkampf versprochen, nach Jahren der Sparprogramme die Sozialausgaben wieder zu erhöhen. Zugleich steht sie für eine harte Asylpolitik und kann damit Umfragen zufolge bei den Dänen punkten. 54,7 Prozent der Dänen wollen Frederiksens Parteienallianz ihre Stimmen geben, wie das Berlingske Barometer auf Basis eines Durchschnitts von Umfragen errechnete.

Rasmussen ist seit 2015 Regierungschef, er hatte das Amt auch von 2009 bis 2011 inne. Der Liberale hofft, dass seine Partei das Ergebnis der Europa-Wahl Ende Mai wiederholen kann. Dabei wurden die Liberalen die stärkste dänische Kraft im EU-Parlament - vor den Sozialdemokraten und der Dänischen Volkspartei (DF), die strikt gegen Immigration ist.

Sollte hingegen Frederisken die Parlamentswahl gewinnen, wäre es das dritte Mal binnen eines Jahres, dass in Skandinavien eine neue Regierung aus dem linken Lager kommt. Im April hatten die Sozialdemokraten in Finnland zum ersten Mal seit zwanzig Jahren die Parlamentswahl gewonnen. Im vergangenen Jahr hatten in Schweden die Sozialdemokraten zwar ihr schlechtestes Ergebnis seit mehr als einem Jahrhundert eingefahren; sie konnten sich aber in der Regierung behaupten, weil sie Positionen eingenommen haben, die eher für Konservative typisch sind, darunter Steuersenkungen und Arbeitsmarktreformen.

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