January 2, 2019 / 11:41 AM / 3 months ago

Sechs Tote bei Zugunglück in Dänemark

The Great Belt Bridge is seen after it has been closed to traffic in both directions due to a train accident in Denmark, January 2, 2019. Michael Bager/Ritzau Scanpix/via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. DENMARK OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN DENMARK.

Kopenhagen/Berlin (Reuters) - Nach dem schweren Zugunglück mit sechs Toten auf der Brücke über den Großen Belt in Dänemark bemühen sich die Behörden um die Klärung der genauen Ursache.

Diese stehe noch nicht eindeutig fest, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Ein dänischer Personenzug sei jedoch durch Teile auf dem Gleis beschädigt worden. Sie hatten sich offenbar während eines Sturms von einem entgegenkommenden Güterzug der DB Cargo gelöst. Die dänische Bahn-Behörde erklärte, ersten Ermittlungen zufolge sei ein Lastwagen-Auflieger von dem Güterzug auf das Gegengleis geweht worden. Die Deutsche Bahn erklärte, die Ermittlungen der dänischen Behörden zu unterstützen. “Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien”, erklärte der Konzern in Berlin. “Den Verletzten wünschen wir Stärke und eine rasche Genesung.”

Der Personenzug mit 131 Passagieren war am Morgen auf dem knapp sieben Kilometer langen Westteil der Ostsee-Brücke auf dem Weg nach Kopenhagen, als er in Teile fuhr. Neben den Toten wurden auch 16 Menschen verletzt. Fotos zeigten den beschädigten Personenzug bei starkem Wellengang auf einer Brücke. Der Güterzug stand auf einem Bahndamm. Etliche Lastwagen-Auflieger, die der Güterzug transportierte, waren zerstört.

Hinter aufgerissenen, grünen Seitenplanen mit dem Logo der Carlsberg-Brauerei waren umgestürzte Stapel von Bierkästen zu erkennen. Der Güterzug war nach Fredericia unterwegs, wo Carlsberg produziert. Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte, zur Befestigung der Auflieger auf den flachen Transportwagen der Bahn gebe es ein europaweit einheitliches System. Die Lastwagen-Anhänger würden dabei nicht mit Riemen festgezurrt, sondern mit Metall-Zapfen fest mit der Ladefläche verbunden und gesichert.

Die Polizei erklärte, die Unglücksursache sei noch nicht klar. “Es gab einen sehr, sehr lauten Knall, und dann stoppte der Zug”, sagte ein Passagier dem Fernsehsender TV2. Der Zugverkehr wurde unterbrochen. Er soll frühestens am Donnerstag wieder aufgenommen werden. Die insgesamt 18 Kilometer lange Brücke überspannt die Meerenge des Großen Belts zwischen den beiden größten dänischen Inseln, Seeland und Fünen. Jeden Tag überqueren sie rund 21.000 Zugpassagiere und als 27.000 Autos.

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