January 22, 2009 / 3:27 PM / 10 years ago

DAVOS-Rekord-Teilnehmerzahl sucht nach Wegen aus der Krise

Genf, 22. Jan (Reuters) - Trotz der globalen Wirtschaftsflaute wird auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos zumindest mit Blick auf die Teilnehmerzahl Hochkonjunktur herrschen. Angesichts der Finanzkrise werden aber deutlich weniger Banker erwartet als früher und Champagner wird nicht mehr in Strömen fließen. Statt dessen werden Politiker, Zentralbanker und Vertreter aus dem Unternehmerlager die Vorträge und Diskussionsveranstaltungen dominieren. Mehr als 40 Staatsoberhäupter haben ihre Teilnahme am größten Treffen seit der Gründung im Jahr 1971 zugesagt. Begleitet werden sie von 36 Finanzministern und Zentralbankchefs. Mit Ausnahme von US-Notenbankchef Ben Bernanke wollen alle Zentralbankchefs der G8-Länder in den Schweizer Wintersportort reisen.

Eröffnet wird das Treffen unter dem Motto “Shaping the Post-Crisis-World” am Mittwoch vom russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin. Anwesend sein werden auch der chinesische Regierungschef Wen Jiabao, Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie der japanische Regierungschef Taro Aso und der britische Premierminister Gordon Brown. Der neue US- Präsident Barack Obama, über dessen Teilnahme lange spekuliert wurde, lässt sich von Larry Summers, dem Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, und Sicherheitsberater General James Jones vertreten. Unklar ist bislang noch, ob Obamas designierter Finanzminister Timothy Geithner, dessen Bestätigung durch den US-Senat noch aussteht, auch zu den Teilnehmern gehören wird.

Neben der Politprominenz wollten mehr als 1400 Chefs großer Firmen und Konzerne anreisen. Sie alle erwarten sich Antworten auf die Frage, wie die schlimmste Wirtschaftskrise seit den 1930ern Jahren überwunden werden kann. WEF-Gründer Klaus Schwab lieferte im Vorfeld zumindest die Diagnose: Die Welt sei nicht mehr in der Lage, mit der heutigen Komplexität zurechtzukommen, sagte er. Die ökonomischen Turbulenzen seien Ausdruck einer Vielzahl von sich überlappenden Krisen in den verschiedensten Bereichen.

Das Treffen dauert bis zum 1. Februar. Und bis dahin werden sich auch die WEF-Kritiker regen. In Genf gab es bereits Protesterklärungen gegen das Verbot einer Anti-Wef-Kundgebung am 31. Januar.

Reporter: Jonathan Lynn; bearbeitet von Andrew Thompson; redigiert von Thomas Krumenacker

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