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Bericht - Peugeot und Fiat loten Zusammenschluss aus

Mailand, 13. Dez (Reuters) - Frankreich und Italien loten wegen der Krise in der Automobilindustrie offenbar einen Zusammenschluss ihrer Hersteller PSA Peugeot-CitroenPEUP.PA und FiatFIA.MI aus. Die Regierungschefs beider Länder, Nicolas Sarkozy und Silvio Berlusconi, hätten das Thema bereits angepackt, berichtete die Zeitung "Milano Finanza" in ihrer Samstagsausgabe unter Berufung auf Berlusconi nahestehende Kreise. Das Büro des italienischen Ministerpräsidenten prüfe derzeit mögliche Hilfen für die Autobranche.

Eine Fusion könnte auch Thema eines für Mittwoch geplanten Treffens Berlusconis mit dem Chef des größten Fiat-Aktionärs IFI, John Elkann, sein, hieß es weiter. Die Regierung in Rom wollte sich zu dem Artikel nicht äußern. Auch Fiat und PSA nahmen keine Stellung.

Aus dem Zusammenschluss von Peugeot und Fiat würde der weltweit viertgrößte Autokonzern hervorgehen. Im vergangenen Jahr stellten beide zusammen 6,2 Millionen Fahrzeuge her. Dies entspricht etwa der Produktionszahl des deutschen Rivalen Volkswagen VOWG.DE.

Analysten zufolge ist ein Zusammenschluss von Peugeot und Fiat sinnvoll, da beide Unternehmen einen hohen Marktanteil bei Kleinwagen haben. Die Konzerne führen bereits zwei Joint-Venture zusammen. Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte vergangene Woche erklärt, dass Fiat einen Partner brauche, um langfristig zu überleben.

Reporter: Ian Simpson; bearbeitet von Sebastian Engel; redigiert von Angelika Stricker

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