November 15, 2018 / 6:50 AM / a month ago

Vodafone warnt Bund vor hohen Hürden bei 5G-Auktion

A 5G sign is seen during the Mobile World Congress in Barcelona, Spain February 28, 2018. REUTERS/Yves Herman

Berlin (Reuters) - Vor der Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunk-Standard 5G warnt Vodafone den Bund vor dem Aufbau zu hoher Hürden.

“Wir müssen aufpassen, dass diese Frequenzvergabe jetzt nicht politisch, ökonomisch und juristisch zum Desaster wird”, sagte Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” (Donnerstagausgabe). “Die Bundesregierung sollte aus den schlechten Erfahrungen der Energiewende gelernt haben. Weitere Fehler bei der Digitalisierung wären brandgefährlich für Deutschland.”

Ametsreiter reagiert damit auf Forderungen aus der Politik, das 5G-Netz flächendeckend auszubauen und Mobilfunkanbietern und Ausrüstern wie 1&1 und dem chinesischen Konzern Huawei Zugang zur 5G-Technik zu geben, ohne dass diese Unternehmen in die deutschen Netze investieren müssen. “Wer keine eigene Infrastruktur hat, kann sich auch in Zukunft gerne bei uns ins Netz einmieten, wenn die Konditionen stimmen. Aber einen Zwang, Netze unterzuvermieten, darf es nicht geben - denn das entwertet unsere gesamten Investitionen.”

Ametsreiter warnte den Bund zudem vor zu hohen Einnahmeerwartungen aus der Versteigerung der Frequenzen. “Wir würden in Deutschland gerne viel investieren. Wir können unser Geld aber nur einmal ausgeben - für teure Lizenzen oder für den Netzausbau. Ich sage ganz offen: Uns wäre lieber, wir würden in die Netze investieren. Da gibt es in Deutschland Nachholbedarf”, sagte er.

Die Gewerkschaft Verdi forderte, dass der Mobilfunkanbieter 1&1/United Internet von der Auktion ausgeschlossen wird. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der der WAZ vorlag, wirft der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske 1&1 vor, im eigenen Unternehmen Mitbestimmung “aggressiv zu unterdrücken”. In dem Schreiben heißt es der Zeitung zufolge weiter: “Es darf nicht sein, dass ein Unternehmen, das für unfaire Geschäftspraktiken steht, die Möglichkeit bekommt, ein öffentliches Gut für seine gewerbliche Nutzung zu verwerten und nachhaltig wirtschaftende Wettbewerber aus dem Markt verdrängt.”

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