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Unternehmensnachrichten

Corona-Krise hinterlässt Spuren bei Aareal Bank

Euro currency bills are pictured at the Croatian National Bank in Zagreb, Croatia, May 21, 2019. Picture taken May 21, 2019. REUTERS/Antonio Bronic

Frankfurt (Reuters) - Die Aareal Bank ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise knapp an einem Verlust vorbeigeschrammt.

Nach Steuern verdiente der Immobilienfinanzierer sieben Millionen Euro nach 40 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie die Aareal Bank am Dienstag mitteilte. Ins Kontor schlug vor allem eine deutlich höhere Risikovorsorge für drohende Kreditausfälle. Bankchef Hermann Merkens stellte für das Gesamtjahr trotz der Belastungen durch die Pandemie ein deutlich positives Betriebsergebnis in Aussicht. Anlegern gefiel das - die im Nebenwerteindex MDax notierten Aktien legten zeitweise vier Prozent zu.

“Wir sind aus einer Position der Stärke in die Covid-19-Krise gegangen und haben alle Voraussetzungen, sie gut zu meistern”, sagte Merkens. Das Risikoprofil des Kreditbuchs sei konservativ und die Kapitalbasis des Konzerns sei stark. “Damit verfügen wir über einen erheblichen Spielraum, um auch in den kommenden Quartalen mögliche negative Entwicklungen abzufedern.” Die harte Kernkapitalquote lag per Ende März bei 20,2 Prozent. Positiv stimme zudem das Neugeschäfts im Kernsegment Immobilienfinanzierungen. Dieses steigerten die Wiesbadener von Januar bis März um mehr als 60 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

Auch unerwartet hohe Margen bei den neu abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen sorgten für Zuversicht an der Börse. “Das ist ein Hoffnungsschimmer”, sagte ein Händler. “Vielleicht haben die Aktien jetzt die Chance, sich zu erholen.” Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa verloren die Titel rund die Hälfte ihres Werts.

Zuwächse erzielte die Aareal Bank im ersten Quartal auch bei der IT-Tochter Aareon, für die ein strategischer Partner gesucht wird. Vor allem die Umsätze mit digitalen Produkten hätten spürbar angezogen, sagte Merkens. “Die Aareon ist voll auf Kurs. Die Zukunftsaussichten haben sich wegen eines beschleunigten Trends zu Digitalisierung sogar verbessert.” Konzernweit legten die Provisionseinnahmen zu, die Zinserträge gingen dagegen zurück. Die Risikovorsorge stieg vor allem wegen eines Darlehens in den USA auf 58 (Q1 2019: 5) Millionen Euro. Dort habe eine bereits ausgehandelte Kreditstrukturierung durch den Ausbruch der Corona-Krise nicht mehr umgesetzt werden können.

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