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Unternehmensnachrichten

Adidas wächst in China wieder - Quartalsumsatz auf Vorjahresniveau

The Adidas logo is pictured during celebrations for German sports apparel maker Adidas' 70th anniversary at the company's headquarters in Herzogenaurach, Germany, August 9, 2019. REUTERS/Andreas Gebert

München (Reuters) - Vier Monate nach dem Coronavirus-Ausbruch in China wächst Adidas in der Region wieder.

Im Mai sei der Umsatz in Greater China (inklusive Hongkong, Taiwan und Macau) gestiegen, teilte der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern am Donnerstag in Herzogenaurach mit. Für das zweite Quartal rechne Adidas dort nun mit einem Umsatz etwa auf Vorjahreshöhe. Bisher hatte der Vorstand erst für das Quartalsende mit der Rückkehr zum Umsatzniveau des Vorjahres gerechnet. In anderen Gegenden, die später vom Coronavirus erfasst wurden, lässt die Erholung noch auf sich warten.

Daher bleibe es “im Wesentlichen” bei den Erwartungen für das weltweite Geschäft im zweiten Quartal, erklärte Adidas. Vorstandschef Kasper Rorsted hatte für die drei Monate von April bis Juni gut 40 Prozent weniger Umsatz und einen dreistelligen Millionenverlust in Aussicht gestellt. Allein im April fehle Adidas ein Milliardenumsatz.

Das China-Geschäft habe früher als gedacht angezogen, weil weniger Kunden in die seit Mitte April flächendeckend wieder geöffneten Läden strömten, dort aber mehr kauften. Zudem ziehe der Online-Handel weiter kräftig an, erklärte Adidas. China war im vergangenen Jahr der größte Markt für Adidas. Dort war der Umsatz im ersten Quartal um 58 Prozent oder 800 Millionen Euro eingebrochen. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, waren alle Läden in China wochenlang geschlossen worden.

Im Rest der Welt ist ein Teil der eigenen Geschäfte und der von Franchisepartnern betriebenen Sportmodeläden immer noch zu - weltweit etwa ein Drittel. In Asien und Australien hätten fast alle wieder geöffnet, in Europa etwa drei Viertel, davon die meisten mit kürzeren Öffnungszeiten, erklärte das fränkische Unternehmen. In Russland seien es rund 50 Prozent, in den USA und in Lateinamerika deutlich weniger als die Hälfte.

Um die Umsatzausfälle in der Coronakrise zu bewältigen, hatte sich Adidas im April als eines der ersten Unternehmen in Deutschland von der Staatsbank KfW einen Kredit über drei Milliarden Euro besorgt.

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