September 23, 2019 / 7:43 AM / a month ago

Adler Real Estate greift nach Rivalen ADO Properties

Facades of apartment buildings are pictured at Mitte district in Berlin, Germany, August 29, 2019. REUTERS/Axel Schmidt

München (Reuters) - Die Konsolidierung auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt geht weiter.

Adler Real Estate übernimmt für 708 Millionen Euro die israelische Muttergesellschaft der auf den begehrten Berliner Wohnungsmarkt spezialisierten und an der Frankfurter Börse gelisteten ADO Properties, wie Adler am Montag mitteilte. Damit soll die im Kleinwerteindex SDax gelistete Adler mit 33 Prozent zum größten Aktionär von Ado Properties werden, die an der Börse etwa doppelt so viel wert ist wie sie selbst. Die beiden Großaktionäre der israelischen Ado Group, der Finanzinvestor Apollo (32 Prozent) und die Gruppe um Ado-Properties-Verwaltungsratschef Moshe Dayan (rund 20 Prozent), haben der Übernahme bereits zugestimmt.

Adler Real Estate sitzt zwar in Berlin, ist aber auf dem Immobilienmarkt der Hauptstadt bisher kaum vertreten. Dagegen liegen 86 Prozent des Wohnungsbestandes von Ado Properties in Berlin. Zusammen kämen die beiden Unternehmen nach Angaben von Adler Real Estate auf gut 80.000 Wohnungen mit einem Wert von 9,4 Milliarden Euro, die im Jahr 366 Millionen Euro an Mieten abwerfen. Ob Adler Ado Properties künftig voll oder nur anteilig in seine Bilanz einbeziehen darf, ist aber noch offen.

Die Ado Group hält derzeit 38 Prozent an Ado Properties, Adler will aber nicht mehr als 33 Prozent übernehmen, um ein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre zu vermeiden. Den Anteilseignern der israelischen Muttergesellschaft bietet Adler 100 Schekel je Aktie. Finanzieren will Adler die Übernahme zum Teil mit einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital, die von einigen, nicht namentlich genannten Aktionären garantiert sei. Co-Vorstandschef Maximilian Rienecker kündigte an, angesichts eines durch die Übernahme reduzierten Verschuldungsgrads “eine andere Dividendenpolitik für das laufende Geschäftsjahr zu prüfen”. Ado Properties ist deutlich weniger hoch verschuldet als Adler.

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