November 19, 2019 / 6:23 AM / in 23 days

Merkel vor "Compact with Africa"-Treffen - Afrika ist "mehr Chance als Risikio"

German Chancellor Angela Merkel gestures during a news conference with Congo's President Felix Antoine Tshilombo Tshisekedi (not pictured) at the Chancellery in Berlin, Germany November 15, 2019. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die zweite große Afrika-Konferenz in Berlin als Chance zum Ausbau der Zusammenarbeit “auf Augenhöhe”.

Beim sogenannten “Compact with Afrika”-Treffen läge die Betonung auf “MIT Afrika”, sagte die Kanzlerin vor Beginn der Konferenz am Dienstag in Berlin in einem Interview im ARD-Hauptstadtstudio. “Es geht darum, mehr Investitionen nach Afrika zu bringen. Und im Gegenzug verpflichten sich die Länder, ihre politischen Rahmenbedingungen auch transparenter zu gestalten, zum Beispiel auch im finanziellen Bereich oder im Bankenbereich.” Sie denke bei Afrika an einen Kontinent, der mehr Chance als Risiko biete.

Die Bundesregierung hatte diese Initiative in der deutschen G20-Präsidentschaft für afrikanische Staaten gestartet, die sich zu Reformen verpflichten. Als Anreiz für die erbrachten Leistungen der Länder wurden beispielsweise besondere Kreditbedingungen entwickelt: Hermes-Bürgschaften mit weniger Zinszahlungen, eine Reform-Partnerschaft oder einen Entwicklungsfonds für Länder, die in der Reformpartnerschaft sind, sagte Merkel. “Und wir haben gerade für kleine Unternehmen, die in Afrika investieren wollen, einen speziellen Fonds aufgelegt: Africa Connect. Und mit diesem Fonds, glaube ich - wir haben schon 230 Anträge - werden wir auch Mittelständler bekannter machen mit Afrika und den Rahmenbedingungen.”

Dabei sieht sie Forderungen auf eine Ausdehnung auf weitere afrikanische Länder eher vorsichtig, auch wenn die Compact-Initiative grundsätzlich weiteren Ländern offen stehe. “Vielleicht ist es aus der Perspektive der Mittelständler natürlich interessant, für alle Länder Afrikas, das zu haben. Ich finde, dass wir uns jetzt mal auf die Länder konzentrieren, in denen wirklich die Rahmenbedingungen sich auch verbessert haben.”

Merkel appelliert an die Kooperationsbereitschaft der teilnehmenden Länder: “Deshalb habe ich auch die europäischen G-20-Länder und andere eingeladen, zum Beispiel auch den Internationalen Währungsfonds, die Weltbank. Beide arbeiten sehr intensiv daran, und die Afrikanische Entwicklungsbank und auch die Afrikanische Kommission. Wir müssen diese verschiedenen Institutionen zusammenschließen, damit dann auch wirklich etwas Gutes dabei herauskommt.”

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