April 4, 2018 / 9:50 AM / 23 days ago

Amt stellt in Fertiggerichten Rückstände von Fipronil fest

Berlin (Reuters) - Der Skandal um das Insektengift Fipronil im vergangenen Spätsommer betraf auch Fertiggerichte und Getränke.

A laboratory technician of the Bavarian State Office of Health and Food Safety (Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) checks eggs for the harmful insecticide fipronil in a laboratory in Erlangen, Germany, August 10, 2017. REUTERS/Andreas Gebert

Nach einer vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung eihaltiger Nahrungsmittel wurden in 116 von 903 Proben Rückstände der Chemikalie festgestellt. Damit waren 13 Prozent der Produkte kontaminiert. Im August 2017 hatte der Skandal um Fipronil-Rückstände in Eiern europaweit für Schlagzeilen gesorgt. Mehrere Supermarktketten nahmen zeitweilig Eier aus ihrem Sortiment. Noch im vergangenen Sommer wurde daraufhin eine Untersuchung von Fertigprodukten angeordnet.

Nach den vom BVL veröffentlichten Ergebnissen wurde in 17 Prozent der alkoholischen Getränke wie Eierlikör Fipronil nachgewiesen. In Fertiggerichten war die Quote mit sechs Prozent vergleichsweise niedrig.

Fipronil wird gegen Insekten wie Flöhe, Milben und Zecken eingesetzt. Die Anwendung ist für Legehennen nicht erlaubt. Von dem Skandal waren 46 Länder betroffen. Nach amtlichen Angaben waren die Fipronil-Konzentrationen in den Eiern so gering, dass bei normalen Konsum keine gesundheitlichen Gefahren bestanden.

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