April 28, 2014 / 5:05 AM / 6 years ago

Air Berlin macht Verlust - Finanzhilfe von Großaktionär

A worker puts finishing touches on the booth of German flight operator Air Berlin for the upcoming International Tourism fair (ITB) in Berlin March 4, 2014. The ITB runs from March 5 to 9 in the German capital. REUTERS/Tobias Schwarz (GERMANYSOCIETY - Tags: TRAVEL TRANSPORT BUSINESS)

Berlin (Reuters) - Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin erhält nach einem Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr eine weitere Finanzspritze von Etihad Airways.

Der arabische Großaktionär zeichne eine Wandelanleihe im Volumen von 300 Millionen Euro, teilte Air Berlin am Sonntagabend mit. Zudem werde Air Berlin am Kapitalmarkt einen Bond von mindestens 150 Millionen Euro platzieren. Durch diese Rekapitalisierung flössen dem Unternehmen bis Jahresende insgesamt 450 Millionen Euro zu. Mit einem neuen Chef für Umstrukturierung will das Unternehmen nun die Wende schaffen.

Air Berlin stehe zudem ein nicht ausgeschöpfter Gesellschafterkredit zur Verfügung, dessen Laufzeitende von 2016 auf 2021 verlängert worden sei, teilte das Unternehmen weiter mit. Nach diesen Maßnahmen werde die Eigentümerstruktur der Air Berlin unverändert bleiben. Etihad ist die staatliche Fluglinie des Golf-Emirats Abu Dhabi und hält 29 Prozent an Air Berlin.

Air Berlin rutschte im vergangenen Jahr in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 315,5 Millionen Euro nach einem Plus von 6,8 Millionen Euro im Jahr 2012. Der Umsatz verringerte sich auf 4,15 Milliarden Euro von 4,31 Milliarden Euro.

Nach einer raschen Expansion in den vergangenen Jahren befindet sich Air Berlin derzeit in einer harten Sanierungsphase, die bislang nicht richtig zu greifen scheint. Der Lufthansa-Rivale ist mit rund 800 Millionen Euro verschuldet, das Eigenkapital ist aufgezehrt. Etihad hat seit 2011 eine halbe Milliarde Euro in die Airline gesteckt. Ohne den Großaktionär vom Golf stünden die Berliner vor dem Aus.

Um wieder Gewinne zu schreiben, wird das Management-Board um die Funktion eines Chief Restructuring Officer (CRO) erweitert, wie Air Berlin weiter mitteilte. Ab Mai werde Marco Ciomperlik die Funktion des CRO übernehmen und die Neustrukturierung steuern. Ciomperlik war in den letzten fünf Jahren als Chief Maintenance Officer bei Air Berlin tätig. “Mit unserer erfolgreichen, umfassenden Rekapitalisierung gewinnen wir den notwendigen Handlungsspielraum, um die Fluggesellschaft grundlegend zu restrukturieren und zurück in die Profitabilität zu führen”, sagte Finanzchef Ulf Hüttmeyer.

Wegen der Verhandlungen über die Zukunft des Unternehmens hatte Air Berlin die Veröffentlichung der Geschäftszahlen auf Ende April verschoben.

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