12. September 2017 / 06:42 / vor 12 Tagen

Air Berlin streicht rund 100 Flüge - "Existenz bedroht"

An Air Berlin sign is seen at an Air Berlin storage hall in Berlin, Germany, August 15, 2017. REUTERS/Axel Schmidt

Berlin (Reuters) - Mitten im Verkaufsprozess muss die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin wegen der Krankmeldung von Piloten rund 100 Flüge streichen.

Die Konzernspitze reagierte mit drastischen Worten, wie am Dienstag aus einem Brief an die Mitarbeiter hervorgeht, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. “Heute ist ein Tag, der die Existenz der Air Berlin bedroht”, schrieb Manager Oliver Iffert an die Belegschaft. Tausende von Passagieren seien auf dem Weg zu den Flughäfen und würden dort vergeblich auf ihren Abflug warten. Zudem berichteten die Medien intensiv darüber. “In einem schlechteren Licht kann ein Unternehmen gar nicht dastehen als die Air Berlin am heutigen Tage.” Der Grund für die Flugstreichungen sei eindeutig: “Es gibt heute rund 200 Krankmeldungen im Cockpit, vor allem von Kapitänen.”

Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet. Interessenten können ihre Angebote bis zum 15. September abgeben. Eine Entscheidung über den Verkauf der Airline als Ganzes oder Teile davon könnte schon am 21. September fallen. “Gerade in dieser angespannten Situation sind die heutigen Ereignisse pures Gift”, schrieb Iffert. Sie könnten die “Sanierungschancen und die weitere Betriebsfortführung der Air Berlin gefährden”.

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