April 21, 2009 / 5:17 PM / 10 years ago

Dax schließt mit leichtem Plus - Telekom stürzen ab

Frankfurt (Reuters) - Trotz schwacher Ausblicke zahlreicher großer Konzerne haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag leichte Gewinne verbucht.

Angeschoben von Kurssteigerungen an der Wall Street drehte der Dax in der letzten halben Handelsstunde ins Plus und schloss 0,3 Prozent höher bei 4501 Punkten. Der Europa-Index Stoxx50 notierte 0,1 Prozent im Plus bei 1933 Zählern. Etwas aufgehellt wurde die Stimmung Händlern zufolge von überraschend guten Ergebnissen von US-Technologiefirmen. Die US-Börsen verbuchten bei Handelsschluss in Europa Kursgewinne, der Technologie-Index Nasdaq Composite stieg um 1,2 Prozent auf 1627 Punkte.

Der Dax hatte im Tagesverlauf zwischen Plus 1,3 Prozent und Minus 2,1 Prozent geschwankt. Gebremst wurde der deutsche Leitindex von einer schwächeren Ergebnisprognose der Deutschen Telekom. Der Bonner Konzern sah sich nach einem schwachen Verlauf des Auslandsgeschäfts im ersten Quartal gezwungen, seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr herunterzuschrauben. Die Aktien gingen mit einem Minus von 7,2 Prozent auf 9,01 Euro aus dem Handel. Zeitweilig waren sie um bis zu 11,3 Prozent auf 8,61 Euro und damit den tiefsten Stand seit Oktober 2002 abgestürzt. Die Konjunkturanfälligkeit der Branche sei höher als allgemein erwartet, urteilte DZ-Bank-Analyst Marcus Pratsch. In Paris gaben die Papiere des Konkurrenten France Telecom drei Prozent nach.

Auch die Aktien der Deutschen Post wurden von Anlegern zunächst verkauft und verloren bis zu 2,5 Prozent, bevor sie nahezu unverändert aus dem Handel gingen. Das Unternehmen hatte für die ersten drei Monate zwar einen überraschend hohen Konzerngewinn ausgewiesen. Das operative Ergebnis war wegen des Umbaus des US-Expressgeschäfts aber nur leicht positiv ausgefallen.

ANDAUERNDE UNSICHERHEIT BELASTET BANKAKTIEN

Unter Druck blieben die Finanzwerte. “Es gibt noch immer Fragen zu den Gewinnen und Rückstellungen der Banken”, sagte Stratege Bernard McAlinden von NCB Stockbrokers. Am Montag hatte ein skeptischer Ausblick der Bank of America die Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt. Am Dienstag gab der europäische Bankenindex 1,5 Prozent nach. In Frankfurt verloren die Papiere der Commerzbank drei Prozent. Auch im Stoxx50 gehörten Bankaktien zu den größten Verlierern. Barclays rutschten 4,8 Prozent, Societe Generale 4,5 Prozent ab.

An der Wall Street rauschten die Papiere von Merck & Co sechs Prozent nach unten. Der US-Pharmariese reduzierte seine Gewinnprognose für das laufende Jahr. Hingegen erholten sich die Papiere des weltgrößten Baumaschinenherstellers Caterpillar und des Chemiekonzerns Dupont trotz schwacher Geschäftszahlen von anfänglichen Verlusten. Gekauft wurden auch die Aktien von United Technologies, die 4,7 Prozent zulegten. Der Rückgang des Quartalsgewinns fiel mit 27,8 Prozent geringer aus als Analysten befürchtet hatten.

Gefragt waren in London nach einer überraschend hohen Gewinnsteigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr die Aktien des Einzelhandelskonzerns Tesco, die mit einem Plus von 4,8 Prozent größer Stoxx50-Gewinner waren. In Frankfurt gewannen die Papiere des Konkurrenten Metro 2,8 Prozent.

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