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Inlandsnachrichten

Arbeitsministerium - Alterseinkommen deutlich gestiegen

Piles of two Euro coins are pictured in an illustration taken October 13, 2016. REUTERS/Leonhard Foeger

Berlin (Reuters) - Die Einkommenssituation von Senioren hat sich nach Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums mit einem Anstieg um 14 Prozent binnen vier Jahren deutlich verbessert.

Das geht aus dem Reuters am Montag vorliegenden Entwurf des Alterssicherungsberichts 2020 hervor. Der Bericht wird alle vier Jahre vorgelegt. Demnach stiegen die Haushaltsnettoeinkommen aller Ehepaare und Alleinstehenden ab 65 Jahren von 2015 bis 2019 um 14 Prozent auf durchschnittlich 2207 Euro im Monat. Abzüglich der Preissteigerung um 5,3 Prozent zeige sich “ein deutlicher realer Einkommenszuwachs, der in etwa dem Einkommenszuwachs der Gesamtbevölkerung” entspreche.

Ehepaare kommen auf ein Haushaushaltsnettoeinkommen von 2907 Euro monatlich. Bei alleinstehenden Männern (1816 Euro) und Frauen (1607 Euro) ist der Betrag geringer. Große Unterschiede zeigen sich bei Selbstständigen, die im Durchschnitt über ein vergleichsweise hohes Alterseinkommen verfügen. Zugleich haben besonders viele ehemalige Selbstständige im Alter niedrige Einkommen aufgrund mangelnder Vorsorge. Fast die Hälfte der ehemals Selbstständigen habe im Alter ein Nettoeinkommen von weniger als 1200 Euro im Monat - bei den ehemals abhängig Beschäftigten sei dies nur gut ein Drittel.

Wichtigste Säule im Alterssicherungssystem bleibt die gesetzliche Rentenversicherung, aus der 2019 73 Prozent der Altersicherungsleistungen kamen. Darauf folgten die Beamtenversorgung (15 Prozent) und die betriebliche Altersversorgung (zehn Prozent). Rund 90 Prozent der Senioren hätten 2019 eine gesetzliche Rente erhalten. Etwa gut die Hälfte der Senioren habe zusätzliche Einkommen aus der betrieblichen oder privaten Altersvorsorge.

Eine kleine Rente sagt zudem wenig über das Gesamteinkommen aus. Von Ehepaaren bezögen zwei Prozent und von den Alleinstehenden fünf Prozent der Haushalte eine Rente unter 250 Euro monatlich. Ehepaare mit einer Minirente kämen im Monat aber auf ein überdurchschnittliches Gesamteinkommen von 4122 Euro. “Für alle Haushaltstypen zeigt sich, dass ein geringer Rentenbetrag mit vergleichsweise hohen Gesamteinkommen einhergeht”, heißt es in dem Bericht. “Geringe Rentenbeträge werden also in der Regel durch zusätzliche Einkünfte oder das Einkommen des Ehepartners ausgeglichen.”

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