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Inlandsnachrichten

Bitkom-Umfrage - 56 Prozent gegen Rechtsanspruch auf Homeoffice

A woman works in a house while workers are forced to work from home and demand payback for extra home office costs during the coronavirus disease (COVID-19) outbreak in Sassenheim, Netherlands October 2, 2020. Picture taken October 2, 2020. REUTERS/Eva Plevier

Berlin (Reuters) - Die Mehrheit der Deutschen ist einer Bitkom-Studie zufolge gegen einen Rechtsanspruch auf Arbeit im Homeoffice. 56 Prozent seien keine Anhänger der Pläne, 40 Prozent schon, teilte der Digitalverband am Montag in Berlin mit. Er hatte dazu eine repräsentative Telefon-Umfrage unter mehr als 1000 Personen durchgeführt.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) setzt sich für einen Rechtsanspruch auf mindestens 24 Tage Homeoffice im Jahr für Angestellte ein.[nL8N2GW3G8] Dagegen rührt sich aber Widerstand beim Koalitionspartner CDU/CSU. Aus Sicht der Union muss dies nicht zwingend per Gesetz geregelt werden, sondern vor Ort von den Arbeitgebern.

Laut Bitkom unterscheiden sich die Einschätzungen stark nach dem Alter der Befragten. Bei den Jüngsten von 16 bis 29 Jahren seien 51 Prozent für den Rechtsanspruch, ab 30 Jahren gebe es mit 58 Prozent mehrheitlich eine Ablehnung. Argumente gegen zu viel Homeoffice seien eine mögliche Zweiklassengesellschaft in Betrieben sowie weniger Austausch mit den Kollegen. “Moderne flexible Arbeitsformen sind kein Selbstzweck und müssen im Einklang mit der Unternehmenskultur stehen und zu den innerbetrieblichen Prozessen passen”, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg.

Reporter: Christian Krämer. Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 für Politik und Konjunktur oder 030 2201 33702 für Unternehmen und Märkte

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